Ich werde alt und verändere mich!

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Erinnert ihr euch noch an damals™, am letzten Schultag? Als sich alles verändern sollte? Ich war gerade mal 16 Jahre alt und bei mir ging es dann zur Deutschen Bahn. In die Ausbildung zum Eisenbahner. Wie bei allen Familienmitgliedern (bis auf ganz wenige Ausnahmen) vor mir.

Danach glücklicherweise wieder in Richtung Programmierung. Da war ich dann 19 Jahre alt. Seitdem, also in den letzten 20 Jahren, hab ich nicht nur hobbymäßig programmiert, sondern auch beruflich. Bis auf wenige Stunden am Tag, in denen der menschliche Körper regelmäßig nach dieser überflüssig wirkenden Pause namens „Schlaf” schreit.

In dieser Zeit habe ich viele positive als auch negative Erfahrungen sammeln dürfen. Oft genug hab ich dabei gelernt, wie es nicht geht. Nicht nur in der Entwicklung, sondern auch in geschäftlichen Dingen. Ich habe gelernt, dass Geld eben nicht einfach auf Bäumen wächst und der Chef die Kohle schon irgendwie ranschafft, auch wenn ich mich „heute mal nicht so fühle”. Alles was ich als Arbeitnehmer oder auch als Arbeitgeber entscheide und umsetze, hat Konsequenzen. Das klingt jetzt natürlich irgendwie normal, aber wieviele Menschen kennt ihr, die diese Grundsätze quasi gar nicht verstanden, geschweige denn verinnerlicht haben? Ich kenne davon gar nicht mal so wenige.
Bei aller Liebe zur Firma darf man natürlich die eigene Work-Life-Balance nicht vergessen und Abschalten ist selbstverständlich auch wichtig, um nach der täglichen Pause oder dem Urlaub auch die wieder nötige Konzentration zu haben. Wir werden ja alle nicht jünger 😉

Ich habe mir dabei als Arbeitgeber angewöhnt: „Es geht immer um die Firma!”. Es geht für mich immer darum, dass die Mitarbeiter auch morgen noch ihr Gehalt bekommen. Mein persönliches Leid kann den anderen egal sein – das große Ganze zählt! Ich habe dies auch immer mit in mein Arbeitnehmerleben mitgenommen. Denn auch die Kollegen (und auch ich) wollen morgen noch ihr Gehalt bekommen. Auch der Chef wäre meist ganz angetan davon, seine Firma behalten zu können.
Das ist nicht jedermanns Sache, das gilt jetzt auch erstmal nur für mich.

Aber so wie es aussieht, sind diese Erfahrungen okay für andere. Denn ab morgen darf ich mich CTO bei Contentflow schimpfen. Für ein großartiges Unternehmen mit einem geilen Team bei gleichzeitigem Startup-Feeling.
Im Gegensatz zur viel zu langen Zeit in der Auftragsentwicklung arbeiten wir heute ohne großen Druck, aber trotzdem mit krasser Geschwindigkeit an einem Produkt, das bzw. dessen Notwendigkeit ausgerechnet dank der Corona-Zeit in Deutschland urplötzlich nicht mehr erklärungsbedürftig war: Video-Livestreaming.

Ich freue mich auf die neue Challenge in meiner beruflichen Laufbahn und auf die weitere geile Zusammenarbeit mit dem fantastischen Team (ich hör ja schon auf zu Schleimen!).


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