Heute hat Mark Shuttleworth, Gründer von Canonical, sein Betriebssystem Ubuntu für Smartphones angekündigt. Die Keynote dazu:

Was mich persönlich sehr an dem Betriebssystem reizt: Dass es sich um ein Linux handelt. Man kann ganz normale Apps für das Betriebssystem schreiben, wie man es auch schon bei normalen Programmen gewohnt ist. Was ich nämlich sowohl an iOS, als auch Android nicht mag, ist die Tatsache, dass man grundlegend jeweils an eine Programmiersprache (iOS = ObjectiveC, Android = Java) gefesselt ist. Beide Sprache lösen bei mir spontane, beidseitige Lähmung aus, sobald ich anfangen möchte, sie zu benutzen.
Natürlich gibt es dafür inzwischen Workarounds und SDKs, um auch endlich andere Sprachen benutzen zu können, aber am Ende sind es doch nur Krücken.

Bei Ubuntu kann ich endlich die Sprache benutzen, die mir beliebt, das Programm dann kompilieren und als App zur Verfügung stellen. Ich selbst bin noch nicht dazu gekommen, es auszuprobieren, aber ich schätze, dass man auf dem mobilen Betriebssystem einfach ELF-Dateien ausführen kann.

Geschickt ausgedacht hat sich Canonical natürlich, dass Ubuntu ohne Probleme auch auf dem Galaxy Nexus läuft. So brauchen sich Entwickler nicht direkt ein neues Gerät zu kaufen. Aber natürlich hat Google schon großartigerweise Linux als Plattform gewählt, sodass Ubuntu und Android ziemlich kompatibel zueinander sein sollten.

Aber:
So toll die Freiheit der Programmiersprache (bisher C, C++ und JavaScript) und die Offenheit des Systems aber auch sind, hatten die sehr eingeschränkten Sandboxes natürlich auch einen Sinn. Wie das in Ubuntu wirklich gelöst ist, wird sich wahrscheinlich in den nächsten Tagen zeigen.