Mein Tag bei Google mit Cloud Onboard

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Puh, war das früh heute morgen, als der Wecker klingelte. Während ich normalerweise um 8:30 Uhr darüber nachdenke, meinen Kadaver aus dem Bett zu bewegen, musste ich heute um diese Uhrzeit schon in der Hamburger Innenstadt sein. Es ging zur Veranstaltung “Google Cloud Onboard” und ich dachte mir: “Ach komm, da kannste noch was lernen!”

Na gut, ich schieb es auf die Zielgruppe: Menschen, die von ihren Arbeitgebern dazu gezwungen werden, Hardware im Keller zu pflegen - für die war das was.

Otto

Viel spannender sind bei solchen Veranstaltungen dann doch die Gespräche mit anderen Menschen. Z.B. musste ich heute lernen, dass es bei Otto einen Chief Security Officer gibt, der der Meinung ist, dass nur Apple-Geräte sicher sind und die Firmentelefone mit Android abschafft. Für mich eine Personalie, der ich kündigen würde. Grund: Schwere Inkompetenz und Apple-Hipstertum. Aber was wir wahrscheinlich wieder nicht begreifen: Security by Obscurity ist Industriestandard.

Speaker sind auch nur Menschen, aber…

Was mich auf der #GoogleCloudOnboard auch gestört hat: Ich musste einen der Speaker ein paar mal korrigieren, weil er falsche Dinge erzählt hat. Klar, macht jeder mal Fehler, aber veraltete Informationen zu erzählen, wenn man ein Produkt promoten möchte, ist da eher kontraproduktiv.

Wenn ich Dinge zeigen will, sollte ich diese auch vorher mal testen.

Teilnehmer sind komisch

Warum besuche ich als französisch-sprachiger Mensch eine Veranstaltung, die von Anfang an mit “DEUTSCH” ausgeschrieben wurde, wenn es eine Woche später die gleiche Veranstaltung auf Englisch gibt und beschwere mich dann, dass das ja alles nur auf Deutsch und nicht auf Englisch sei?

Fehlende Frauen

Es waren ca. 150 Leute für die Veranstaltung angemeldet. Bei einem kostenlosen Event kannst du immer locker von einer 33% NoShow-Rate ausgehen, also reden wir mal von 100 Teilnehmern. Zwischen diesen 100 Leuten waren nur 5 Frauen und ich frage mich, ob das Thema zu speziell ist oder was dazu beiträgt, dass das weibliche Geschlecht nicht vor Ort war. Zwingen kann man natürlich niemanden, aber trotzdem traurig.

VIM-Nutzer

Ich könnte mich immer darüber amüsieren, wenn Menschen den vim schräg benutzen. Immer wieder sehe ich in Präsentationen, so auch heute, dass die Nutzer :wq statt :x benutzen, wenn sie schreiben und beenden wollen. Der Unterschied zwischen diesen beiden Varianten ist nur, dass :x nur schreibt, wenn sich wirklich was verändert hat und dann die Datei schließt. Die Kombination :wq widerum schreibt immer das File und beendet dann. Ich persönlich sehe keinen Vorteil darin, eine Datei zu schreiben, die sich nicht geändert hat. Aber die Gewohnheit hat die Menschen wohl doch fester im Griff, als man denkt.

Alte Konzernstrukturen

Beim Mittagessen eine schöne Diskussion gehabt, wie sehr Deutschland im Bereich Cloud hinterherhinkt und diverse Eindrücke, auch von erfahrenen (ja, sie waren alt) Menschen gehört, die viele Kunden diesbezüglich beraten. Am Ende geht es immer wieder um Datenschutz-Themen, die falsch verstanden werden und um typisch deutsche Ansichten seitens einiger Sicherheitsverantwortlicher, die sich nie weiterentwickelt haben. Schön sind auch immer wieder Sätze, die da fallen, wie “Ich mach das jetzt seit 25 Jahren und habe noch 8 Jahre vor mir, da wird jetzt nichts mehr geändert!” - dies führt dazu, dass der nächste 58-jährige Mensch an seine Position kommt, der der gleichen Meinung ist. Und schon befindet sich ein Unternehmen oder Behörde in der Abwärtsspirale des Fortschritts.

Jeder hat sein Thema!

Natürlich hat jeder so seine Themen, über die er stundenlang schwadronieren kann. Wenn jemand aber einen Überblick über ALLE Produkte liefern soll, ist es unvorteilhaft, sehr viel nur über das eine Thema zu lamentieren, das man gut kennt und dafür die anderen Themen quasi im Schnelldurchlauf mal kurz anspricht oder gerne auch als nicht relevant abtut.

Das hat nämlich dann zur Folge, dass Zuhörer, die keine Container brauchen/wollen, sondern eine AppEngine oder Cloud Functions, dann der Meinung sind, dass die Google-Produkte für sie nicht passen und gehen zu Amazon oder Microsoft.

Ja, jeder hat sein Thema, aber dann nimmt man eben mehrere Speaker und nicht einen, der nur ein Spezialthema hat und zum Rest dann nichts oder wenig sagen kann – oder wie heute, die Inhalte der Slides vorliest: “Öööhm, hier sieht man mal eine Dataflow Pipeline… ähm, also ganz klassisch… ähm…”

Vielleicht muss ich das doch selbst machen.


Google: Launch neuer Produkte wieder hart verkackt

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Pixel ist das neue Nexus. Pixel - das ist für mich weiterhin das Device, mit dem ich diesen Blogbeitrag schreibe - nämlich ein Chromebook. Und was kann dieses Pixel? Angeblich toll fotografieren. Sind wir doch mal ganz ehrlich: Muahaha. Bei Schummerlicht sind auch die Bilder verrauscht. Ein bisschen versucht die Software zu tricksen, aber wie genau will man denn bei der Linse und der Größe des Sensors wirklich was reissen?

Videos soll es auch ganz toll können - vor allem wenn man sich währenddessen bewegt. Die Wackler sollen rausgefiltert werden. Und was wird geliefert? Nicht etwas eine hardwareseitige Variante, sondern über den empfindlichen Gyrosensor wird softwareseitig das Geruckel entfernt. Stirnrunzeln. Also nicht, dass ich das jetzt so schlecht machen will, nein, aber wenn man Innovationen machen will, könnte man, wenn man schon mal dabei ist, einfach gleich etwas einbauen, was nachhaltiger ist. Bildstabilisation über Software ist so fehleranfällig.

Dann ist da der eben genannte empfindliche Gyrosensor, der scheinbar das essentielle Grundbedürfnis für eine Daydream-Ready-Zertifizierung ist. Ich finde ja auch, dass VR eine Zukunft hat und ich träume davon, irgendwann keine Monitore mehr zu besitzen, sondern nur noch auf 2 kleine Monitore in einer VR-Brille zu starren, über die ich dann ganz viele virtuelle Monitore durch Kopfbewegung benutzen kann. Und wenn ich dann programmieren kann in einem virtuellen Büro. Das stell ich mir echt gut vor, aber ich glaube nicht, dass die Zukunft darin liegt, dass man ein Smartphone in eine mit Plastik ausstaffierte Gürteltasche packt, damit man sie sich vor die Augen klemmt. Dafür sind die Akkulaufzeiten einfach nicht geeignet. Und der Sound (ohne separate Kopfhörer).

Zurück zum Handy: 759 Euro für die kleinste Ausführung des Geräts. Kannste schon so machen und wenn du nach 3 Monaten die Preise nicht um mind. 40% senkst, bleibste auf den Geräten eben halt auch sitzen. Bei der Vorstellungsveranstaltung in Berlin war niemand, der sofort aufgeschrien hat, dass er kurz das Handy schon mal vorbestellen möchte. Noch lustiger wird’s dann bei der Pixel-XL-Version mit 128 GB Speicher für 1009 Euro. Auch wenn der Trend immer mehr weg vom Laptop/PC hin zur Erledigung der Arbeit auf dem Smartphone geht - aber mehr für ein Smartphone auszugeben als für einen gut ausgestatteten Laptop? Ähm, nö!

Und dann waren da noch die Pixel-Only-Features. Man hört ja immer wieder, dass den Menschen die Fragmentierung der Android-Welt auf die Eier geht. Da hatte man dann bei Google eine tolle Idee: Man baut Features, die es erstmal nur exklusiv für die Pixel-Devices existieren. Man kann jetzt auf dem Home-Screen auf einem Symbol länger gedrückt halten und bekommt z.B. bei Maps dann häufige Ziele, wie Home oder Work angeboten und kann direkt da hin navigieren. Zwei Dinge dazu: Leute, die mit Navi zur Arbeit oder von dort nach Hause müssen, haben ganz andere geistige Umnachtungsprobleme und zweitens ist dieser Force-Touch-Nachbau rein über Software abgebildet, also keine spezielle Abstimmung mit der Hardware. Will also heissen, dass dieses Feature zwar nachgebaut werden kann, aber da wird eine hausinterne Fragmentierung hinzugefügt, die niemand braucht und auch niemand haben will. Die Statisten auf dem Presentation-Event, die von Google scheinbar nicht für Entwickler-Fragen gebrieft wurden, waren auch der Meinung, dass in Android 7.1 dann exklusive Features für die Pixel-Reihe eingebaut werden, die wohl auch nicht für Nexus-Devices kommen werden. Ganz großes Kino!

Weiter zu den anderen Produkten, die Google da heute vorgestellt hat: Google Home. Kann man jetzt schon, hat man auf der I/O schon gezeigt. Vor allem mit weniger offensichtlich gestellten Fragen, sondern mit einer schönen Integration in den Tagesablauf (bis auf das Kind, was sich nach dem Aufstehen erstmal nach dem Andromeda-Nebel erkundigt - das war wirklich realitätsfern). Ja, Google Home ist ein Produkt, was ich mir dringend bestellen möchte. Ach, geht ja gar nicht. Wir reden hier schließlich von einem US-Unternehmen und wie wir alle wissen, gibt es ausserhalb der USA nur noch Nicht-USA und selbst diese Tatsache wird nur ungern geduldet. Also wird Google Home natürlich nur in den USA verkauft. Andere Märkte anzutesten käme den bunten Buchstaben gar nicht in die Tüte - es könnte ja sein, dass so ein Produkt woanders ja gut ankäme und man nicht nach einem Startflop die Produkte dann direkt wieder einstellen müsste.

Google Wifi - geiles Zeug. Ein Access-Point, der sich mit anderen APs abstimmt und die Konfiguration überwiegend automatisch läuft. Kauf ich. Ach! Kann ich ja zusammen mit Google Home dann in einem Paket bestellen. Dieses Paket ist unsichtbar und wird nie versandt.

Was genau ist kaputt mit Google? Wo ist das Problem, ein Produkt auch mal in mehr als nur einem Land zu launchen? Ist der Horizont der Produktmanager wirklich so beschränkt? Der Google Assistent z.B. ist so ein Fall. Wir dürfen uns in Deutschland freuen, dass wir mit dem Pixel-Launch auch den Assi bekommen, derzeit zickt er in Allo ja doch noch sehr rum. Ich verstehe auch, dass Deutsch keine leichte Sprache ist. Und dann ist da noch die Integration in Google Apps (neuerdings ja »G Suite« genannt *kotz*). Ich nutze immer und überall eine Domain, also benutze ich auch Google Apps Accounts für alles. Geht aber mit dem Assistenten nicht. Dieser kann z.B. nicht auf den Kalender zugreifen. Jetzt würden Entwickler kommen und sagen: »Das ist eine andere Infrastruktur, das ist nicht so einfach, wie du denkst«. Das mag alles sein, aber das ist dem User doch scheiss egal, wenn wir ehrlich sind. Alle meckern immer, dass Google angeblich so viele Daten sammle, die sie ja, wenn sie zusammengeführt würden, total katastrophal unendlich viel Schaden anrichten können. Dabei schafft es Google aber nicht einmal, zwischen ihren einzelnen Diensten einzelne Informationen zu tauschen, selbst wenn der User darauf bestünde. Ausgerechnet der Assistent ist für geschäftliche Nutzer so viel Wert. Ein Businesskasper, der im Auto sein Handy fragen könnte, welchen Termin er als nächstes hat und wie man da hin kommt - wirklich einfachste Tätigkeiten - UNMÖGLICH. Das ist alles nicht durchdacht. Da arbeiten unterschiedliche Teams wieder nicht sinnvoll zusammen und dann kommt da so undurchsichtiger Mist bei rum.

Das kann es doch nicht sein.


Googles 15. Geburtstag

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Wow, 15 Jahre alt. Für ein Web-Unternehmen ist das unheimlich viel, muss man Google echt lassen. Ich hoffe dass die Firma mit den bunten Buchstaben im Namen auch noch seinen 20. Geburtstag mitbekommt, denn die Richtungen die Google in jüngster Zeit so einschlägt gefallen durchaus nicht jedem. Aber malen wir jetzt nicht den Teufel an die Wand: HAPPY BIRTHDAY!

PS. Ich bin gespannt, was Google seinen Mitarbeitern und auch seinen Kunden und Usern für tolle Sachen zum Geburtstag vorstellt; Android 4.4 wäre ja ein Anfang. Oder dass die Glasses doch unter dem Weihnachtsbaum liegen könnten. Aber ach!


App Engine, ich bin zurück!

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Ich schrieb vor ca. 1,5 Jahren, dass ich mich von der App Engine verabschiede. Aber was soll ich sagen: Ich kann nicht ohne sie.

Inzwischen hoste ich viele meiner Arbeiten auf der App Engine und auch endlich wieder Teile dieses Blogs - die Administrationsoberfläche.

Der Grund: Ich hoste weiterhin die fertig generierten Seiten auf Amazons S3 mit der CloudFront als CDN, da es der schnellste Weg ist, um statische Dateien auszuliefern und es gibt halt fast nichts Statischeres als ein Blog.

Also schreibe ich meine Posts auf der App Engine mit meiner kleinen Admin-Oberfläche, die natürlich mit meinen Resourcen keine Kosten verursacht und lasse dann die fertigen Seiten in die S3 generieren. Und schon hab ich wieder mein kleines, aber dummerweise gut skalierendes Blögchen.


Unicode-Texte auf Grafiken mit der PIL (Python Imaging Library)

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Da ich letzte Woche darüber gestolpert bin, wollte ich es zumindest kurz niederschreiben: Ich musste einen Text mit Umlauten aus Usereingaben in einer speziellen Schriftart auf ein Bild positionieren. Da das Projekt auf Googles App Engine laufen sollte, war es natürlich in Python 2.7 geschrieben. Hier als mein erster Test:

from PIL import Image
from PIL import ImageDraw
from PIL import ImageFont

img = Image.open('background.png')
font = ImageFont.truetype('indieflower.ttf', 18)
image_text = u"àäöüß"
drawer = ImageDraw.Draw(img)
drawer.text((0, 0), image_text, fill=(0, 0, 0), font=font)
img.save('myimage.png')

Dies produziert direkt einen Fehler:

UnicodeEncodeError: 'ascii' codec can't encode character u'\xe0' in
position 0: ordinal not in range(128)

Problem: Die Schriftart ist nicht Unicode-fähig. Allerdings waren ja im Design in genau dieser Schriftart auch Umlaute und Sonderzeichen drin, also muss der Font das ja irgendwie unterstützen.

Die Lösung: Das Windows-Standard-Encoding windows-1252:

image_text = u"àäöüß".encode('windows-1252')

Und schon war nahezu jede Schriftart mit jedem Text möglich und hat mich ca. eine halbe Stunde Research gekostet.


Techtalk 2000 - Runde 2

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Heute mal nicht nur mit Apple-Bashing.


</GoogleDeveloperDay><Devfest>

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Es wird keinen Google Developer Day mehr geben. Leider.

Der Grund? Er skaliert nicht.

Das in diversen Städten stattfindende Event war am Ende mit mehreren tausend Besuchern nicht gerade klein und Google hat sehr viel Geld investiert, um unzählige Mitarbeiter quer über den Globus zu fliegen.

Die steigende Besucherzahl auch aus anderen Ländern zeigt außerdem, dass es theoretisch notwendig ist, in jedem Land einen Developer Day stattfinden zu lassen. Und da dies für Google eine nahezu unlösbare Aufgabe ist und es ja glücklicherweise die GDGs/GTUGs gibt, die in vielen Ländern schon sehr gute Arbeit leisten, wird es zukünftig nur noch Devfests geben.

Was? Devfest. Eine Veranstaltung, die von lokalen Usergroups organisiert werden. Diese Devfests werden natürlich von Google unterstützt, ähnlich wie auch die Google-I/O-Extended-Veranstaltungen. Aber sie wird eben nicht mehr von Google veranstaltet und höchstwahrscheinlich auch nicht mehr so groß.

Hier in Deutschland stehen die Zeichen für ein einzelnes Devfest für das ganze Land (statt in jeder Stadt einzeln) ziemlich gut, aber das habt ihr nicht von mir, ok?


Google+ jetzt mit Hotpot aka Google+ Local

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Nachdem jetzt nahezu jeder behauptet, Google hätte sein Produkt Places in Google+ eingebaut, würde ich sagen: Sie haben Hotpot eingebaut.

Google Places dient(e) dazu, tolle Sachen in seiner Nähe zu finden, wenn man mit dem Smartphone unterwegs mal dringend ein Restaurant brauchte. Was Google+ Local allerdings in meinen Augen eher macht: Bewertungen einsammeln.

Und das widerum ist eine Funktion von Google Hotpot. Kaum beachtet, aber trotzdem niedlich. Und es hat jetzt seinen Weg gefunden. Ob es eine Alternative zu Qype & Co. ist, wird sich zeigen. Ich hoffe nur, dass Google nicht wildwuchsmäßig alle seine kleinen Produkte, die nicht groß beachtet wurden, in Google+ integriert um sie noch kurz vor dem Sterben doch nochmal zu retten.


Google I/O Extended 2012 in Hamburg

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Auch in diesem Jahr gibt es, wie angekündigt, eine Google I/O Extended in Hamburg.

Was das ist? Das ist ganz einfach: Die Google I/O ist eine sehr spannende Konferenz von Google in San Francisco, die sich rund um Neuigkeiten und spannende Weiterentwicklungen der Google-Produkte geht.

Nun gibt es ja verschiedene Gründe, um an dieser Konferenz nicht teilzunehmen. Sei es der lange und teure Flug, die nicht grad billigen und sehr schnell ausverkauften Tickets oder einfach der Zeitmangel, sich knapp eine Woche frei für eine Konferenz zu nehmen.

Deshalb gibt es weltweit die Google I/O Extended. Hier schauen die vielen Google-Interessierten zusammen die Keynotes und Sessions. Außerdem werden vielerorts auch Hackathons angeboten, um neue Dinge zu lernen und sich von Profis auch mal kleine Tipps und Tricks rund um die Google-Produkte abzuholen.

An vielen Standorten findet dieses Public-Viewing direkt bei Google statt und für Hamburg kann man sich auf dem Teilnahmeformular registrieren. Wo eine I/O-Extended in DEINER Nähe stattfindet, kannst du in den nächsten Tagen hier sehen.

Ich freue mich auf eine Menge Teilnehmer.

Ach ja: Spread the Word!


Google ist dein Freund

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Unter diesem Titel gibt es jetzt eine Ausstellung in Essen.

Die beiden Studentinnen für Kommunikationsdesign Anke Willsch und Deborah Taranto haben im Rahmen ihrer Diplomarbeit mal etwas mit den Vorurteilen zum Thema “Google” und der Datensammelwut und den restlichen Vorurteilen aufgeräumt. Wie mir die beiden bei meinem Besuch gestern berichteten, könnte man hier den Namen Google auch durch “Facebook” oder sonstige Dienstnamen ersetzen, denen Datensammelwut vorgeworfen wird.

Betritt man die Ausstellung, kommt man erstmal an einigen Mac-Rechnern vorbei, auf denen man sich selbst sieht. Hier wird dann an den eigenen Kopf ein Button gehängt. Nach einem Klick auf diesen Button kann man ein paar “harmlose” Daten eingeben, wie den Vornamen, den Wohnort, was man mag und was man zuletzt gegoogelt hat. Glücklicherweise werden alle diese Daten nur für diese Ausstellung gespeichert und die Datenschutzbestimmungen stehen direkt neben den Rechnern an der Wand.

Ich konnte mir natürlich nicht nehmen lassen, noch ein paar Fotos der Ausstellung zu machen, hatte aber leider nur mein Handy dabei, also nicht über die Bildqualität lästern, bitte :)

Was ich an dieser Ausstellung eigentlich so interessant finde ist, dass sie vollständig ohne Hilfe durch Google entstand und Google selbst scheinbar auch gar nichts von dieser Ausstellung weiß, was sich spätestens JETZT erledigt haben sollte. Allerdings wurde die gesamte Ausstellung inkl. der Ausstattung und der restlichen Arbeit durch die beiden Diplomanten selbst finanziert. Wer also dort reinschauen möchte, darf gerne auch einen Obolus in die Kasse werfen.

Die beiden waren letzte Woche, kurz vor der Eröffnung der Ausstellung auch schon bei NRW-TV und glücklicherweise gibt es davon eine Aufzeichnung:

»Google is your friend« bei NRW TV from googleisyourfriend on Vimeo.