Facebook - nativ für das iPad

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Es ist soweit - Facebook für das iPad ist da. Nativ.

Ich hoffe, dass damit die Zeiten vorbei sind, in denen Menschen Facebook über die Website auf dem Apple-Gerät zu benutzen. Wie oft musste ich mir bereits anhören, dass Apps oder Tabs nicht auf dem iPad funktionieren. Das lag natürlich an der Tatsache, dass man Apps und Tabs nicht für das iPad optimiert, da der Browser auf diesem Gerät nicht zu den unterstützten Browsern gehörte. Und bevor jetzt Beschwerden kommen: Nein der Safari auf dem iPad und der auf MacOS sowie der unter Windows sind alle drei völlig unterschiedlich.

Aus diesem Grund war es noch nie eine gute Idee, Facebook über den mobilen Browser zu verwenden. Außer die Touch-Version, die keine Apps und Tabs bedienen konnte.


Der Internet Explorer 9 ist da - und er ist gut!

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Niemals hätte ich jemals davon geträumt, einen Blogbeitrag mit dem Internet Explorer zu schreiben, aber hier ist er.

Er, der Browser Microsofts, schafft sogar etwas, was der aktuelle Firefox (Stable, nicht RC) nicht schafft: 95 von 100 Punkten im Acid3-Test. Außerdem find ich das Scrolling sehr schön flüssig. Hinzu kommt, dass dieses in HTML5 geschriebene Blog endlich komplett sichtbar und funktionabel ist.

Weitere technische Details zum Browser lass ich mal weg, da es schon genügend Webseiten zu diesem Thema gibt.


Verhindern Social-Media-Gimmicks das "Leben im Web"?

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Mir ist es die Tage mal wieder aufgefallen: Man besucht einen Blog oder eine Web-2.0-Newsseite und es lädt und lädt und lädt. Dabei wird doch immer wieder propagiert, dass in den nächsten Jahren der Browser das einzige Tool sein wird, was wir brauchen. Was aber genauso angepriesen wird, als sei es die beste Erfindung seit geschnittenem Brot, sind Share-Buttons. Der Internet-Mob soll alles teilen und den Freunden zeigen, was sie entdecken und toll finden.

Normalerweise ist dies ja auch eine tolle Idee, würden es Webseiten-Betreiber nicht so übertreiben. Da werden schon auf der Startseite die Share-Buttons an alle Beiträge geklatscht. Schade nur, dass es nie bei einem Button bleibt, sondern direkt gleich 2-3 Buttons pro Beitrag von verschiedensten Servern geladen werden.

Listen wir doch mal auf, was das bedeutet, anhand dieser Seite:

Diese Zahlen multiplizieren wir jetzt mal mit Anzahl der Beiträge auf der Startseite, da für jeden Beitrag ja diese Requests gemacht werden. Und dann sind wir erstmal nur bei den Widgets, da ist unsere eigene Seite noch nicht dabei.

Für Enduser, die nur noch mit dem Browser arbeiten sollen, müssen Webseiten aber von der Geschwindigkeit her so schnell sein, wie normale Programme. Nehmen wir den Wert von 2 Sekunden. Ich klicke sehr oft Webseiten weg, die nicht nach 2 Sekunden aufgebaut sind bzw. der oberste Teil geladen. Eine Seite, die ich in der Hinsicht z.B. sehr ungern aufrufe, ist Techcrunch. Diese Seite brauchte in meinen Tests durchschnittlich 11 Sekunden, um aufgebaut zu werden und dann sehr zäh zu funktionieren. Zäh, weil die Widget-Entwickler von Facebook, Twitter & Co. diese so mit dynamischen Inhalten zugekleistert haben, dass Scrolling sie schon behindert.

Dann kommt es zusätzlich auch auf die Tageszeit an, da Facebook- und Twitter-Widgets grad Abends (also wenn die Amerikaner dann mal aufgestanden sind), häufig mit Last zu kämpfen haben.

Aber was red’ ich hier eigentlich. Die Social-Media-Berater sind selbst ja eh beratungsresistent und da kommts dann eh nur auf die Menge an (denn: viel hilft viel) und die, die es interessiert, die kennen ihre Ladezeiten und haben diese eh schon optimiert.

Ich persönlich “lebe” schon im Web und arbeite ausschliesslich mit dem Browser und ich muss sagen: Wenn sich da nicht was ändert, wird das nix, Jungs!


Gedanken zu HTML5-Video

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Mal wieder wurde heute über Flash diskutiert, nachdem Steve Jobs seine Meinung kund tat, warum die mobilen Apple-Geräte kein Flash unterstützen. Ich habe mir da auch direkt mal meine Gedanken gemacht und mich gefragt:

Wie sähe die Internet-Welt aus, wenn Youtube von heute auf morgen alle Videodarstellungen auf HTML5-Video statt Flash umstellen würde?

Einfache Antwort: Toll! Dass die Videos alle auf dem iPad oder iPhone sichtbar wären ist ja nur die Apple-Sicht, aber es würde ein Ruck durch den Browsermarkt geben, da der Internet Explorer auch in der neusten Version kein HTML5-Video unterstützt. Dies ginge nur über Chrome-Frame als Umweg.

Was würde also passieren? In Deutschlands Firmen würde es viele Proteste seitens der Benutzer geben, weil sie einen veralteten Browser benutzen.

Nur was würde unternommen werden? Updates? Nein! Weil man ja immer furchtbar veraltete Software benutzt, kann (oder will) man die Browser nicht aktualisieren und fängt plötzlich an herumzudiskutieren, statt zu updaten. Und da geraten wir in eine Zwickmühle. Die Content-Anbieter müssen in den nächsten Jahren immer 2 unterschiedliche Formate anbieten, damit man die wichtigsten Plattformen unterstützt. Dies kostet viel Geld, viel Weiterentwicklungsaufwand usw.

Und so steht sich die Menschheit (und vor allem die engstirnigen Deutschen) immer schön selbst im Weg, wenn es um Innovation geht.


Chrome - und wie man ein Feature besser nicht einbaut

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Ich benutze ja gerne Software, die nicht ganz fertig ist und im Falle von Chrome sogar die Nightly Builds, aber was sich die Jungs da jetzt so geleistet haben, stößt doch auf heftigen Widerstand. Da wurde direkt mal die Anzeige der URL in der Eingabeleiste um das Protokoll (http://) gekürzt:

Chrome URL bar

Nur ist das nicht so ganz im Sinne des Erfinders, da die Leute es gewohnt sind, das Protokoll zu sehen. Ich persönlich find es ja ganz nett, da bei https-Seiten das Protokoll noch mit angezeigt wird und dadurch keine sichtbare Sicherheitslücke entsteht. Außerdem wird es laut Bugreport auch inzwischen von Apple so verbaut. Leider gibt es nur noch kleine Probleme mit der Implementierung, da in einigen Fällen beim Copy&Paste das Protokoll eben nicht mit übertragen wird, aber das sind ja alles lösbare Probleme.

Nur hätte man die Benutzer auch gerne mal vorwarnen dürfen, dass so etwas zu erwarten ist. Es soll wohl laut der Kommentare ein Featurewunsch sein, leider gibt es da keine vernünftige Auflistung, welcher Wunsch welche Priorität hat. Aber naja, die Leute werden sich schon daran gewöhnen, denn man hat durchklingen lassen, dass man diese Änderung wohl durchziehen und nicht rückgängig machen wird.


HTML5-Video besser als Flash

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Nur eben noch nicht jetzt.

An allen Ecken wird grad behauptet, dass derzeit HTML5 noch nicht mit Flash mithalten kann, was die Video-Ausgabe angeht, nur weil ein Blogger mal die Rechner-Auslastung beim Abspielen getestet hat. Natürlich ist die HTML5-Umsetzung der Browser noch in den Kinderschuhen. Aber wie war das denn noch vor 4 Jahren mit Flash? Da steckte die Video-Wiedergabe auch noch in den Kinderschuhen und man musste auf EIN Unternehmen warten, welches diese Mankos korrigieren versuchte. Auch heute stecken noch viele Bugs in Flash und meine RAM-Auslastung schießt mit Flash immer in die Höhe.

Aber hier ist doch der Vorteil in HTML5, welches vom Browser interpretiert werden muss. Bei den OpenSource-Browsern gibt es viele verschiedene fähige Leute, die ihre Verbesserungen einbringen können und ich schätze, dass die HTML5-Video-Wiedergabe in einem halben Jahr deutlich besser und ressourcenschonender ist, als die in Flash. Das ist ja der Vorteil einer nicht-proprietären Lösung in den Browsern: das Wissen der Vielen.

Nehmen wir doch die Vergangenheit als Beispiel: Javascript dümpelte seit der ersten Implementation durch Netscape jahrelang vor sich hin. Javascript war toll aber hatte viele Sicherheitsprobleme, wobei ein Gerücht die Runde machte: Javascript ausschalten macht den Rechner sicherer. Dann auf einmal gab es Entwickler, die einen Befehl in Javascript für sich entdeckten: “XMLHttpRequest” und auf einmal war der Modebegriff “AJaX” geboren und die Welt stürzte sich auf Javascript und clientseitige Verarbeitung von Daten und asynchrone Serverzugriffe durch den Browser usw. Alles schön und gut und alle waren zufrieden, bis Webkit und V8 (Chromes Javascript-Engine) geboren war und JS-Benchmarks die Runde machten. Es entbrannte ein Geschwindigkeitskampf zwischen den Browsern und wer wohl der bessere Engine-Entwickler sei. Selbst große Brocken wie der Firefox und Internet Explorer fingen plötzlich an, sich für die stiefmütterlich behandelte JS-Engine zu begeistern und alle Implementationen machten ein Schritt nach vorn.

Auch Video im Browser wird diesen Schritt machen. Bisher gibt es nur eine große Plattform, mit der sich Videos im Browser umsetzen lassen und die Ablösung dieser Marktmacht wird einen Wettkampf auslösen.

Also vergesst diese blöden Flash-JubelperserLobhudeleien und macht die Welt “besser”, indem ihr offene Lösungen vorantreibt.


IE6 - Das Sorgenkind Aller

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In den letzten Tagen entkam man diesem Thema eigentlich kaum. Selbst im Radio wurde davor gewarnt, den Internet Explorer 6 zu benutzen, nachdem sowohl Deutschland als auch Frankreich entsprechende Sicherheitswarnungen für alle IE-Versionen rausgaben. Dabei fällt immer mehr auf, dass eigentlich niemand mehr diesen Browser haben möchte.

**Admins:**
Andauernd bekommt man zu hören: "In Firmen wird wegen Software-Abhängigkeiten immer noch der IE6 eingesetzt". Admins möchten ihr Netzwerk immer so gut wie möglich absichern und der knapp 10 Jahre alte Browser ist eine große Sicherheitslücke. Die Update-Arbeit würden die Admins sicherlich allzu gerne auf sich nehmen.
**Chefs:**
Möchten ihre Firmendaten gerne behalten, wissen aber nicht (oft durch falsche oder nicht vorhandener Kommunikation), dass veraltete Software das Problem ist. Häufig kann sich eine Firma auch nicht leisten, mehrere Tausend Arbeitsplätze zu aktualisieren. Leider wird nie abgewogen was teurer ist - neue Software oder geklaute Firmendaten. Gejammert wird immer erst, wenn es schon zu spät ist.
**Privatpersonen:**
Hier gibt es 2 Typen:
_Der Dummy:_ Der Dummy oder auch DAU hat sich 2002 einen PC mit vorinstalliertem Windows XP gekauft und seitdem fährt er den Rechner einmal die Woche hoch, benutzt das gewohnte blaue E, unter welchem nicht "Internet Explorer 6" sondern nur noch "Internet" steht. Das hat der Nachbar damals zur Einfachheit für den User eingerichtet. ;-) Dieser Benutzer weiss nicht, dass Updates sinnvoll und notwendig sind.
_Der Downloader:_ Er ist der Graus vieler Seiten. Er hat eine geklaute Windows XP-Version ohne Service Pack 2, weil damit sein Key nicht mehr funktioniert und liebt XP, weil seine Spiele darauf am Flüssigsten laufen. Der Downloader macht keine Updates, weil "sonst Windows herausbekommt, dass ich eine geklaute Version habe" (mal abgesehen davon, dass die Firma Microsoft heisst).
**Microsoft selbst:**
Hier sitzen Entwickler, die sich Woche für Woche durch 10-15 Jahre alten Code ackern müssen, um Sicherheitslücken zu fixen. Keine schöne Aufgabe und ich denke, die Entwickler würden gerne tollere Dinge programmieren.
**Fazit:** Bis auf die Sache mit den Chefs gibt es keine Notwendigkeit mehr, den IE6 zu benutzen. Das sieht auch Mashable so und hat dazu mal die [5 More Reasons Why IE6 Must Die](http://mashable.com/2010/01/18/5-more-reasons-why-ie6-must-die/) aufgeschrieben. Ich schreie ja seit Jahren danach, dass endlich mal jemand einen Wurm programmiert, der automatisch den Browser aktualisiert. Das wäre der erste Wurm, den wohl jede Anti-Viren-Software gerne durchlassen würde.


Mobile Web und zurück zu den Wurzeln

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Die Webentwickler konnten in den letzten Jahren häufig behaupten, dass sie ein wenig aufatmen konnten. Zum Einen war da die Sache mit den Browsern und der Kompatibilität und zum anderen mit Java und Flash. Was macht man auf die Website für multimediale Inhalte? Da hat sich Flash durchgesetzt und selbiges ist auch auf nahezu allen Internetrechnern installiert. Aber halt! Das mobile Internet ist langsam aber sich auf dem Vormarsch und die Leute wollen dabei seltener entertained werden, als eher unterwegs reine Informationen abholen. Mir ist es am Wochenende selbst so gegangen. Als notorischer Fast-Food-Esser wollte ich im Norden Hamburgs mein FF-Restaurant meiner Wahl besuchen. Nur wo ist das Nächste? Also ab ins Internet mit dem Handy und die Seite zeigt mir ausschließlich einen Rahmen an und ich kann nichts machen. Tja, die  Seite besteht komplett aus einem Flash-Element und die Flash-Versionen auf den Mobiltelefonen sind noch nicht alle unbedingt bei Flash-Version 9 angelangt, geschweige denn, sie bringen überhaupt Flash-Unterstützung mit. Schade eigentlich! Zum Glück gibts da ja noch Tante Google, die mir da weiterhelfen konnte, eine Filiale in der Nähe zu finden, aber dem ist leider nicht immer so. Deswegen müssen wir (die Entwickler und die Designer) langsam anfangen, vielleicht wieder einen Schritt zurück zu gehen und tolle Effekte über JavaScript und SVG zu machen. Letzteres wird komischerweise häufiger von den mobilen Browsern unterstützt, als Flash, weil man für den mobilen Flash-Player leider Lizenzgebühren zahlen muss. Diese Effekte sind nativ in den Browser-Engines und können schneller und einfacher optimiert werden, als proprietäre Software und ich als mobiler Endanwender komme an meine Filialsuche, egal, womit ich unterwegs bin. Und wieder trifft der Spruch voll und ganz zu: “Manchmal ist weniger eben mehr!”