Meine erste Sperrung bei Twitter

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Es ist soweit: Ich wurde das erste Mal seit meiner Account-Erstellung am 2.4.2007 auf Twitter gesperrt!

Warum?

Nunja, was soll ich sagen - wegen automatischer Mechanismen, die weiterhin keine Ahnung haben, was sie da tun. Weil sie Zynismus, Sarkasmus und andere lustige Dinge einfach nicht erkennen und unterscheiden können.

Zuerst schrieb ReneHamburg auf Twitter folgenden Post:

Screenshot von Twitter. Rene Hamburg: Wer hat sich denn schon mal mit dem 'neuen' #TTDSG beschäftigt, hm?
ReneHamburg auf Twitter: Wer hat sich denn schon mal mit dem 'neuen' #TTDSG beschäftigt, hm?

Wir alle kennen ja das übliche Problem, dass Menschen erst auf Probleme aufmerksam werden, wenn es sie selbst betrifft. Also antwortete ich wie folgt:

Screenshot von Twitter. mthie: @renehamburg Hängt ihn, er ist ein Kätzer! Du kannst doch nicht einen Monat vor Inkrafttreten schon fragen, ob sich jemand damit beschäftigt hat, ey!
mthie auf Twitter: @renehamburg Hängt ihn, er ist ein Kätzer! Du kannst doch nicht einen Monat vor Inkrafttreten schon fragen, ob sich jemand damit beschäftigt hat, ey!

Jeder klar denkende Mensch weiß auch ohne Kontext des Originaltweets, worauf ich hinaus will: Zynisch darauf reagieren, mit der Erkenntnis aus der DSGVO-Pleite damals, als erst bei Inkrafttreten die Firmen angefangen haben, sich damit zu beschäftigen. Aber woher soll ein automatischer Filter das wissen?

Screenshot einer Mail von Twitter, dass der Tweet gegen die Regeln verstößt
Mail von Twitter, dass der Tweet gegen die Regeln verstößt

Was lernen wir daraus?

  1. Es gibt weiterhin keine KI (künstliche Intelligenz). Alles, was wir bisher sehen ist eine krude Ansammlung von IF-ELSE-Anweisungen gepaart mit statistischen Erhebungen der Trainingsdaten. So funktioniert Intelligenz aber nur bedingt.
  2. Meine Bestrebungen der letzten Jahre, also das Loslösen von zentralen Systemen zur Verbreitung von Inhalten, werde ich weiter vorantreiben. Also Mastodon statt Twitter, Blog statt Facebook, Websites statt (a)sozialer Medien.
  3. Menschen davor warnen, die in Punkt 2 benannten zentralen Systeme zu nutzen.

Eine Sache dürfen die Menschen nie vergessen: je mehr Regierungen und Regierungsvereinigungen (wie z.B. die EU) glauben, man könne Kritik, Beleidigungen, etc. automatisch erkennen, sperren und anzeigen lassen, desto schlimmer wird es mit solcherlei Sperrungen auf eben jenen Plattformen.

Update 1

Wie lange die Sperrung dauert? Nunja, ich durfte den Tweet löschen, obwohl ich nicht weiß weshalb und habe jetzt für “nur” 12 Stunden einen Shadow Ban - ich kann mich also einloggen und lesen, aber nichts machen - kein Like, keine DM, keine Tweets, kein whatever.