Stoppt endlich diese Influencer-Scheisse!

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Puh, wann hören sie endlich auf, diese Influencer? Wann hören sie auf, sich selbst für den Nabel der Welt zu halten? Wann hören sie auf zu glauben, dass sie alles kostenlos bekommen? Wann hören sie auf zu glauben, dass sie Produkte, Vorteile und Lobpreisungen zuzüglich Geld dafür zu bekommen? Wann hören sie auf, sich mit ihrem Gelaber durch’s Leben zu schnorren?

Sobald IHR ihnen die Illusion raubt!

Für die, die noch nicht von #bloggergate gehört haben: Eine selbsternannte Influencerin wollte mit ihrem Freund Dublin besuchen und hat einfach mal bei diversen Hotels angefragt, ob sie dort kostenlos oder mit einem guten Rabatt logieren könne. Dafür würde sie dann Bewertungen über das Hotel schreiben und es in Instagramposts und Videos erwähnen. Ein Hotel widerum hat die Anfrage-E-Mail dann einfach mal veröffentlicht - sehr gut, wie ich finde. Jetzt kommt die Influencer-Brigade aus ihren Löchern gekrochen und echauffiert sich natürlich darüber, dass die Mail einfach veröffentlicht wurde. Die Bloggerin selbst jammert, dass sie noch nie solche Gefühle hatte, wie in den letzten Tagen. Und ich sitz jetzt hier und denke: WTF?!

Ich beobachte diesen Trend in Deutschland jetzt schon ein paar Jahre und verstehe bis heute nicht, was das eigentlich soll.

Wir sprechen hier von einer Micro-Blase! Eine Blase, die wahrscheinlich auf grad mal 15.000-25.000 Menschen in Deutschland abzielt, also ca. 0,3% der Bevölkerung. Da war selbst die Social-Media-Blase zwischen 2010 und 2014 größer.

Hier beweihräuchern sich junge Menschen gegenseitig - man sei so toll, hübsch, schnell, groß, stark, bla. Und Agenturen denken, dass diese Reichweite wirklich was bringt. Und Firmen denken, dass die Agenturen ja Ahnung haben, wenn sie ihnen sowas verkaufen.

Und jetzt haben wir da geistige Teenager zu Hause vor Kameras sitzen, die nicht wussten, welche Ausbildung sie machen wollen und die denken, dass das Leben doch auch ohne Bildung und “echten” Job total toll liefe. Und in 2 Jahren sitzen die dann alle beim Arbeitsamt, weil die Tantiemen von Youtube eingebrochen sind und sie von Instagram und Snapchat sowieso nix kriegen, außerdem weil die Agenturen von den Firmen nicht mehr so viele kostenlose Goodies bekommen und diese Agenturen dann genau auswählen, ob sie es jemandem mit 40k Followern schicken (von denen mind. 23 gekauft und nicht organisch sind) oder einem “echten” Publisher mit täglich 100k Lesern schicken, deren Inhalte nicht 24 Stunden nach der Veröffentlichung kein Schwein mehr interessieren.

Man könnte das ganze Gerümpel mal aufräumen, indem man mal anfängt, allen “Influencern” (ich leg das jetzt mal fest auf Menschen mit mehr als 5k Followern), die bezahlte Posts nicht ausdrücklich als Werbung ausweisen, mit einer Abmahnung zu versehen. Auch das Finanzamt könnte mal nachgucken, ob die Einnahmen auch sinnvoll versteuert werden. Ich denke, dass schon diese beiden Maßnahmen dazu führen könnten, dass sich die Zahl derer, die glauben, dass “sie etwas ganz Besonderes sind”, deutlich sinken wird.


Fotografie mit ganzem Körpereinsatz, Amazon Shop ohne Kasse und Star Trek Discovery

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Wie heute schon berichtet, habe ich Feedback zu meinem Shooting am Samstag bekommen. Und manchmal muss man halt auch mit ganzem Körpereinsatz bei der Sache sein:

Es ist gar nicht so leicht, im laufenden Betrieb eines Fitnessstudios zu schießen - bei lauter Musik, schlechtem Licht und beschränktem Platz. Aber es funktioniert. Und man muss aufpassen, dass man die Leute vernünftig trifft, denn es hat nicht jeder im Gym eine Top-Figur. Da muss man auch mal die Speckröllchen kaschieren.

Der Amazon Go Shop ist jetzt also eröffnet worden und in dieser Fassung dürfen nicht mehr, wie im vorherigen Test, nur Amazon-Mitarbeiter einkaufen, sondern auch Normalmenschen.

Es gibt in dem Store keine Kassen im herkömmlichen Sinn mehr. Es wird einfach über Kameras “erkannt”, was die Leute in den Warenkorb legen und beim Verlassen des Stores wird der Betrag des Einkaufs automatisch vom Amazon-Konto abgebucht.

Mir fallen dabei direkt mal zwei Probleme auf:

  1. Bin ich gespannt, wie lange es dauert, bis findige Menschen herausgefunden haben, wie sie die Erkennungssysteme austricksen, um günstigere Preise abzugreifen oder einzelne Produkte gar nicht bezahlen zu müssen. In meinen Augen ist die Kamera-Technik viel zu fragil für diesen Einsatz. Aber ich lass mich natürlich gern vom Gegenteil überzeugen.

  2. Wie schnell die Datenschützer in Deutschland rumheulen werden, weil ja schließlich alles überwacht wird und man ja die Einkaufsgewohnheiten der Menschen inkl. persönlichem Profil erstellen könne und bla bla bla. Als ob Amazon nicht von den meisten Deutschen eh schon weiß, welche Vorlieben sie haben und ab wann sie zu Hause sind, um in Ruhe digital zu shoppen. Aber ach!

Wow, die aktuelle Folge Star Trek Discovery war wieder sehr überraschend. Wer hätte erwartet, dass der Captain… ach was, ich spoilere.

Wer es noch nicht gesehen hat, sollte jetzt zusehen!


Kundenfeedback ist toll

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Ich hab am Wochenende ein kleines Shooting in einem Fitnessstudio gemacht und heute bekam ich Feedback zum Shooting bzw. zu den Resultaten:

Oha. Ich bin begeistert. Die sind ja so großartig. DAAANKE. Wow. Von Dir lasse ich mich jeder Zeit wieder ablichten. Toll.

Das geht runter wie Öl.


Umbruch in Unternehmen, Übergewicht und I bims 1 Star

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Gunter Dueck hat mal wieder einen fantastischen Vortrag über Umbruch in Unternehmen gehalten. Und es ist sehr gut. Und er spricht auch viele gute Themen an, wie z.B. dass Unternehmen ihn weggeschickt haben, weil er einfache Lösungen vorgeschlagen hat, die erstmal absurd klingen. Dann haben sie es ausprobiert und wussten nicht, warum diese Lösung funktioniert.

Mir persönlich geht es ähnlich. Viele Vorgesetzte, die mich früher mal eingestellt haben, wollten, dass ich etwas verändere. Sobald ich aber Veränderungen vorgeschlagen habe, wurden sie belächelt und man könne dies ja schließlich nicht ändern. Später hab ich dann oft gehört, dass diese Veränderungen durchgeführt wurden und funktioniert haben.

Das macht mich auf der einen Seite sehr stolz, aber auf der anderen Seite viel trauriger, dass ich diese positiven Resultate nicht mehr mitbekommen habe. Und dann macht es mich unfassbar wütend, dass die Firmen nur bequeme Veränderungen wollen, weil Unternehmen in Deutschland unfassbar konfliktscheu sind – vielleicht denkt man, man könnte in DE von Mitarbeitern auf Milliarden verklagt werden, wie in den USA. Ich weiß es nicht.

Schaut euch das Video dazu an:

Seit heute bin ich, wenn es nach der WHO geht, wieder übergewichtig (BMI und so). Allerdings nicht, wenn man einen Arzt befragen würde, da der Großteil des neuen Gewichts Muskelmasse ist und der Fettanteil meines Körpers völlig im Rahmen des Normalen liegt. Durch meinen neuen Ernährungsplan bin ich allerdings grad dabei, den Fettgehalt nochmal zu senken bei gleichzeitigem Aufbau weiterer Muskeln.

Laut der Körperanalyse hab ich die meisten Muskeln immer noch in den Beinen. Also werde ich wohl in den nächsten Wochen nochmal schauen, dass ich das Training mehr in Richtung Rumpf und Arme verlagere und zwischendrin auch mal etwas Beintraining reinwerfe. Ab heute geht wieder das Dschungelcamp los. Am Ende heisst das nur, dass ich die nächsten 14 Tage morgens wieder völlig übermüdet sein werde. Zum Glück läuft das aber so spät, so passt das vorher noch mit dem Sport 😉


Schnee und Autofahren, Trainingserfolge tracken und Spontane Mitfahrzentrale

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Und er existiert doch in Norddeutschland: Der Schnee. Und er fiel heute. Also direkt mal spontan Home Office eingereicht, da ich die Auffahrt gar nicht erst hoch kam und die Straßen voll mit Schneematsch waren. Dies hat in und um Hamburg zur Folge, dass niemand mehr vernünftig Auto fahren kann – die Unfallgefahr war also recht hoch.

Ich bin grad dabei, mir einen Telegram-Bot zu bauen, mit dem ich meine Workouts aufzeichnen kann. Das Problem war nämlich, eine App zu finden, die das macht, was ich will und die z.B. auch Dinge wie Supersets abbilden kann und da failen die meisten Apps. Deshalb hab ich mir einfach einen simplen Bot dafür geschrieben. Ist noch nicht ganz fertig, aber wenn er gut benutzbar ist, werde ich ihn public machen, für andere interessierte Sportler.

Selbst die Bahn hat ihren Betrieb aufgrund des Schnees eingestellt. Wow!

Infolge des Sturmtiefs #Friederike ist der Zugverkehr in Teilen Deutschlands bis auf Weiteres eingestellt. Dies hat Auswirkungen auf den bundesweiten Bahnverkehr. Ab 12 Uhr kostenlose Servicenummer 08000 996633 geschaltet. Aktuelle Infos unter https://t.co/ckpZOtzqte

— Deutsche Bahn AG (@DB_Presse) January 18, 2018

Dank des Wetters kamen viele Menschen heute nicht so nach Hause, wie vorgesehen und so konnte ich noch spontan dafür sorgen, dass eine ehemalige Kollegin mit einem anderen Kollegen zusammen nach Hause kam, obwohl sich die beiden bisher noch gar nicht kannten. Netzwerke sind doch echt was Feines.


Tägliche Gedanken vom 17.1.2018

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10:33

Die Menschen von heute kaufen sich auch echt Winterschuhe, die wie sie selbst sind, ohne Profil, und wundern sich dann, dass sie auf dieser Matschepampe schliddern wie Bolle. Das gilt auch für Fahrradreifen.

10:59

Die Karavane zieht weiter… Hier war ein Obdachloser mit seinem Hab und Gut unterwegs. Ich war erstaunt, wie langsam er voran kommt.

Und dann ist mir unterwegs noch ein Mann mit Ende 40 Anfang 50 entgegen gekommen, der in der einen Hand seinen Einkaufsbeutel trug und in der anderen Hand seinen Regenschirm, während er auf dem Daumen dieser Hand nuckelte. Sieht man auch nicht alle Tage.


Tägliche Gedanken vom 16.1.2018

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23:26

Ich hab mir heute mal ein neues kleines Feature gebaut für meinen Telegram Blog-Bot: Diese täglichen Gedanken.

Warum? Man merkt auf Twitter und Facebook immer häufiger, dass Post unsinnigerweise gemeldet werden und die Netzwerke mehr löschen, als sie sollten. Da auf meinem Blog nur ich lösche und es sinnlos wäre, für alles was in einen Tweet passen würde, einen extra Post anzulegen, gibt es jetzt diese täglichen Zusammenfassungen. Schade, dass die Feedreader nicht erkennen, wenn sich ein Post ändert, das macht die Sache irgendwie doof, aber dafür find ich schon einen Workaround.


Design ist nicht alles

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Vielleicht ist es nicht immer gut, wenn man Begriffe aus der Entwicklung im Alltag verwendet. So z.B. das Wort “Design”. Für viele Menschen steht das Wort immer im Zusammenhang mit der Benutzung von Photoshop. Dass aber auch Soft- und Hardware-Design existiert und mitnichten in einer Bildbearbeitung erledigt wird, wissen scheinbar die Wenigsten. Erst Recht, wenn sie schwarze Farbe auf Totholz bringen:

(Gefunden auf Facebook in einem Non-Public-Post)


Meine Gedanken zur Meltdown-Lücke

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Es ist in aller Munde: Die Meltdown-Lücke. Was man damit machen kann? Naja, man umgeht damit eine Schutzfunktion des Prozessors, die eigentlich dafür vorgesehen war, dass Software A nicht auf Speicherbereiche von Software B zugreifen kann, um darüber z.B. Passwörter oder „geheime“ Daten auszuschnüffeln. Und jetzt kommen wieder die Massen an Fingerzeiger hervor, die schon immer davor gewarnt haben, dass man das Online-Banking nicht öffnen sollte, wenn grad eine andere Software läuft.

Und sie haben wie immer Recht behalten, denn wie das immer so ist: Software- und Hardware wird von Menschen gemacht und Menschen machen Fehler. Nichts ist wirklich sicher. Trotzdem ist das kein Grund, in Panik zu verfallen, denn auch Autos sind nicht sicher, wie man an Unfallstatistiken sehen kann.

Wem kann ich vertrauen?

Das ist eine der essentiellen Fragen, die es immer zu stellen gilt. Kann ich meinem Hoster vertrauen, dass mein Shared- oder virtueller Server schnell auf die neuste Betriebssystemversion geupdatet wird? Kann ich meiner Software vertrauen, die mir Shortkeys auf meinem Rechner (z.B. Alfred auf dem Mac) vertrauen, während ich meinen Banking-Login mache? Kann ich jeder Browser-Extension vertrauen (… oh warte, das hat ja gar nichts mit Meltdown zu tun – verstehst du, worauf ich hinaus will)?

Wir kommen jetzt an einen Punkt, wo jeder von uns nochmal gucken sollte, wie die Vertrauensfrage aussieht, auf welche Hard- und Softwareplattformen wir setzen (wollen). Mir tun wirklich die Leute leid, die sich noch zu Weihnachten, ein Smartphone haben schenken lassen, welches schon heute keine Updates mehr bekommt und die dann groß rumjammern, wenn ihre SMS- oder SecureApp-TAN abgefischt wurde – weil es ging.

Um den Meltdown übrigens komplett zu beheben, müsste man alle Prozessoren austauschen, deshalb versuchen jetzt alle, die Lücke so gut es geht mit Software abzudecken.

Da fällt mir grad noch ein: Gibt es Statistiken darüber, wie verbreitet Heartbleed noch ist, obwohl man die beiden nicht miteinander vergleichen kann?

Edit: Ich wurde nochmal von Michael Gebetsroither auf Google+ darauf hingewiesen, dass ich Meltdown mit Spectre zusammenwürfel. Also nochmal auseinandergedröselt haben wir 2 Lücken: Meltdown, welches nur auf Intel-Prozessoren zu Problemen führt und derzeit mit ein paar Software-Updates geflickt werden kann, das System dadurch aber auch langsam wird. Und die 2. Lücke ist Spectre, welche auf Intel-, AMD- und ARM-Prozessoren. Spectre ist wohl schwieriger auszunutzen, weil der Angreifer dafür die Hilfe des Angegriffenen benötigt, ist aber auch scheinbar schwerer zu beheben.

Hach, das wird auf jeden Fall noch lustig in den nächsten Wochen und die User dürfen bestimmt noch 2-3x die Nachbesserungsupdates über sich ergehen lassen.


Neues Jahr, neue Leute

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Wir haben Januar 2018 und wie jedes Jahr haben Menschen Vorsätze, bei denen sie sich einreden, dass sie damit ein neues Leben beginnen würden. Ich weiß bis heute nicht, warum man dafür immer den Jahreswechsel wählt – denn sind wir ganz ehrlich: Man kann an jedem Tag ein neues Leben beginnen oder langsamer anfangen und Teile seines bisherigen Daseins ändern.

Aber so kommt es wie jedes Jahr und die Anmeldeschlange im Fitnessstudio ist länger als in den restlichen 50 Wochen im Jahr. Auf der einen Seite finde ich es toll, dass Menschen sich dazu durchringen, endlich Sport zu machen. Ich war ja selbst vor nicht ganz 2 Jahren an diesem Punkt. Die besagte Zielgruppe sieht auch größtenteils so aus, wie ich vor 2 Jahren. Teilweise noch schlimmer.

Auf der anderen Seite finde ich es sehr traurig, dass ich mindestens 70% dieser Menschen in 6 Wochen nicht mehr regelmäßig dort sehen werde, weil sie aufgegeben haben. Weil ihr innerer Teufel mal wieder gewonnen hat. Obwohl sie den Sport nötiger hätten, als ich und ich diesen Menschen wünschen würde, dass sie es endlich schaffen.

Und so wird es wohl dabei bleiben, dass solche Menschen dafür zuständig sind, dass mein Fitnessstudio-Beitrag so schön niedrig bleibt und durch deren Geld die Wartung der Geräte, die ich fast täglich nutze, bezahlt wird.

Vielen Dank an euch.