Meine Wünsche zur Artikel-13-Debatte

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(geschrieben aus meiner beschränkten Sicht als Programmierer)
Zuallererst schauen wir uns dieses Video vom Rechtsanwalt Solmecke an (ich warte mit dem Weiterschreiben, bis ihr fertig seid, das dauert nämlich ‘ne Weile):

Schön, dass ihr es durch den tiefen Sumpf der Gesetzgebung geschafft habt. Wir wissen jetzt also, dass sowieso alles offen ist und dass wir immer noch nicht wissen, was da jetzt eigentlich passieren soll.

Fangen wir mal an, wie so ein Video-/Bild-/Audio-Upload “ausgewertet” und umgangen werden könnte. Derzeit gibt es bei Youtube das sogenannte ContentID-System, welches “Fingerabdrücke” von Teilen des Videos macht (kurz erklärt: man nimmt markante Stellen aus den Videos und macht daraus eindeutige IDs, so wie bei menschlichen Fingerabdrücken auch nur bestimmte Punkte als Referenzen verwendet werden). Mische ich unter das Video kleine Extra-Bilder, die dem User als Ministörung vielleicht gar nicht bewusst auffallen, kann man dieses System schon ganz knorke umgehen (aber das machen wir natürlich nicht!).

Fangen wir jetzt an, dieses System auszunutzen, da sowieso nicht jedes Einzelbild eines Videos zur Auswertung benutzt werden kann, weil das die Rechenzeit immens in die Höhe treiben würde, benutze ich diese kleinen Einzelbilder, um über Youtube einfach Bilder zu verbreiten, deren Lizenz ich nicht habe, aber die mit meinem selbst aufgenommenen Video aus dem Wald rein gar nichts zu tun haben. Ich kann einem Player ja ziemlich genau sagen, an welche Position im Video er springen soll (ohne Autoplay) und kann damit quasi eine Bildergalerie über einen Youtube-Player bauen. Das ist nicht wirklich schwer, Otto-Normal-Verbraucher wird sich diese Arbeit nicht machen. Genauso kann ich den Player aber mit Autoplay auch überreden, von Stelle zu Stelle zu springen (Danke liebe Browser, dass ihr heute schon so performant seid). D.h. ich mische kleine halbsekündige Teile eines 3-Minuten-Musikvideos in ein 5-stündiges Waldvideo ein und spiele von Stelle zu Stelle einfach diese kleinen Teile hintereinander ab.

So und wie soll so ein Filter das jetzt erkennen? Mit machbarem Aufwand: Gar nicht. Und wenn man einen Weg findet, gibt es Tage später den nächsten Weg, wie man es umgeht.

Und genau da sind wir an dem Punkt, wie Artikel 13 unrealistisch wird. Es steht zwar nicht drin, dass die Anbieter einen Filter einsetzen sollen, aber sie sollen doch gefälligst verhindern, dass urheberrechtlich geschütztes Material veröffentlicht wird.

Versetzen wir uns doch mal in die Position alter Menschen (hier als Beispiel sei mal der typische CDU- und SPD-Politiker genannt): in deren Augen arbeiten schließlich fast 100.000 Menschen bei Google, die können sich doch hinsetzen und die Videos durchgucken, die da so hochgeladen werden, oder? Wenn man die alte Zahl von 300 Stunden Videomaterial, die pro Minute hochgeladen werden als Referenz nimmt, können das die 100.000 Mitarbeiter wohl schaffen, aber es ist jetzt nicht gerade so, dass die alle für Youtube arbeiten und nur Videos gucken. Ist also unrealistisch. Und dann müssen ja auch noch diverse Leute eingesetzt werden, die dann mit den Rechteinhabern sprechen. (Diese Erklärung ist grad so stark naiv vereinfacht, dass selbst alte Leute sie eigentlich nicht ernst nehmen dürften.)

Was also sonst bewegt diese Menschen dazu, sich sowas auszudenken, wenn wir hier als Annahme rausnehmen, dass sie von noch älteren Rechteinhabern = Medien-Publisher dafür bezahlt werden? Gehen wir mal davon aus, dass diese Menschen glauben, dass AI inzwischen dazu fähig ist, Urheberrechtsverletzungen zu erkennen? Sind wir doch mal ganz ehrlich: AI ist ein Witz und reine Panikmache von Menschen, die es nicht verstehen. Viele “künstliche Intelligenzen” bestehen aus einer Vielzahl von if-else-Abfragen, die dann auch noch löchrig wie Hölle sind. Machine Learning (oder besser Deep Learning) ist noch lange nicht so weit, Gesichter von berühmten Personen zu erkennen (ich habe da gute Beispiele für) und dann sollen sie mit entsprechender Fehlertoleranz Urheberrechtsverstöße erkennen? Es tut mir wirklich Leid, aber eure Medikamente hätte ich auch gerne.

Und kommen wir doch dann noch einmal in die Realität zurück: Aus der Mitte des Social-Media-Tellers sieht jeder Tellerrand aus wie Youtube und Facebook. Selbst wenn wir 2 unterschiedliche Systeme von 2 milliardenschweren Unternehmen hätten, die das System ganz okay umsetzen könnten - was ist denn mit dem Rest? Wir haben da draußen über 300 Millionen registrierte Domains auf der Welt und dann bauen wir Gesetze, die eigentlich nur 2 Domains betreffen sollen, aber dafür 20 andere deutsche Unternehmen in die Insolvenz treiben, weil die nicht die menschlichen Ressourcen haben, solche Analyse-Tools zu bauen? Wir können ja schon mal anfangen, bei Japan, Vietnam und den USA digitale Entwicklungshilfe zu beantragen.

Na gut, ich hab ja im Titel “meine Wünsche” stehen und noch nicht einen einzigen Wunsch geäußert.

Der letzte Punkt ist so eine Sache, die mir schwer im Magen liegt. Wenn ich mir vorstelle, dass ich da in Brüssel sitze und bekomme nur mit, was da im Internet mit den Menschen passiert, dann ist das nur Rumgeheule. Es gibt ganz wenige Menschen, die mit fundierten Aussagen daherkommen, aber der Großteil heult rum. Vielleicht wird auch mein Beitrag so wahrgenommen, ist dann halt so. Bitte verwandelt das Geheule doch bitte in Wut - aber eine vernünftige Wut, keine die anderer Leute Eigentum kaputt macht. Geht auf die Straße, nehmt eure Kinder und Eltern mit, erklärt ihnen, dass die Partei, die sie gewählt haben dafür sorgen könnte, dass zu Weihnachten dieses Jahr (eigentlich erst frühenstens in 2 Jahren, aber ein bisschen Panik muss sein) keine besoffenen Elfen mehr per Whatsapp verschickt werden können und dann könnte es sein, dass die Parteien sich doch nochmal entsinnen, dass die Spendengelder nur ganz selten von Mitgliedern kommen könnten.

Auf Twitter habe ich noch den Hinweis bekommen, dass doch gefälligst jeder auch Parteimitglied werden solle und sich engagieren solle - ich bin Mitglied einer sehr guten Partei, aber die arbeitende Bevölkerung hat eben nicht immer Zeit, jedem anderen Parteimitglied auf die Finger zu klopfen. Außerdem: wenn wir alle Parteimitglieder wären, bräuchten wir keine Wahlen mehr, sondern nur noch die Mitgliedszahlen auswerten. Das ist auch nicht der Sinn der Sache.


Sinnlose Jobangebote Teil 2

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Mal wieder ein neues Jobangebot:

Jobangebot in Südwestdeutschland

Ach klar, im Südwesten Deutschlands - tingel ich doch so gerne durch Deutschland, bei der Bezahlung wahrscheinlich mit der Bahn nur 700 Stunden unterwegs.

Und natürlich mal wieder NodeJS - weil ich als Go-Entwickler bestimmt total gerne NodeJS mache.

Als Contractor - als wenn ich mich in Hamburg als Festangestellter (was ich auch seit 2013 durchgängig bin) nicht einfach nur auf die Straße stellen müsste, laut rufen bräuchte dass ich als Entwickler einen Job suche. Da ist das natürlich völlig legitim, dass ich einen Zeitvertrag IRGENDWO im Südwesten bekomme.

Vielleicht wäre es für Unternehmen in Deutschland mal sinnvoll zu realisieren, dass man Recruiter die keine Ahnung von der Materie haben, einfach mal nicht beauftragt. Entwickler zu finden ist einfach eine Katastrophe (apropos, ich suche auch dringend einen Kollegen (generisches Maskulinum)).


Account-Aufräumaktion

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So ein sonniger Samstag ist doch perfekt für den typischen Entwickler, mal die Marie Kondo an den Passwortmanager zu lassen - also nur sprichwörtlich. Einfach mal alle Accounts weghauen, die keine positiven Gefühle mehr hervorrufen. Und mit weghauen mein ich nicht nur die Accountdaten löschen, sondern auch gleich den Account auf dem Portal.

Bei mir flogen heute weg:

Das war schon mal sehr befreiend. Leider gibt es da noch die Liste der Portale, die einen nicht so einfach gehen lassen wollen und die Löschung entweder gar nicht möglich machen oder nur über Mail-Support, was ich persönlich unfassbar nervig finde:

Was mich an der Liste wundert: Dass es so viele große und auch deutsche Unternehmen sind, die einem die Löschung so schwer machen.

Gnarf.

Aber eure Zeit kommt in naher Zukunft, seid euch dessen sicher!


Sinnlose Jobangebote

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Ich werd jetzt einfach mal anfangen, sinnlose Jobangebote, die ich ständig bekomme, hier zu posten. Heute kam diese Anfrage:

Jobangebot in Heidelberg

Ein Angebot in Heidelberg. Mit NodeJS. Für 3 Monate. Als Contractor. Auf wieviele Arten das alles so falsch ist, zeigt doch eigentlich direkt, wie verzweifelt die Firmen sind.

Und das nur, weil ich JavaScript im Profil stehen habe. Ganz am Ende der Liste der Kenntnisse. Zum Glück habe ich folgenden Satz hinzugefügt: “PHP only for a ridiculously high salary”, sonst würde ganz viele andere Müllanfragen eintrudeln.


Deinstallation aller Apps der Facebook Inc.

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Ich habe mich dazu entschieden, alle Apps der Firma Facebook von meinem Smartphone zu verbannen. Das fängt natürlich erstmal mit Facebook selbst und seinem Messenger an und dann auch Instagram und am Ende auch WhatsApp.

Warum? Weil mir diese Apps einfach keinen wirklichen Mehrwert mehr bringen. Diese Netzwerke haben einfach ihren Zenit überschritten und versuchen durch plumpe Tricks, die Leute in den Apps zu halten, beispielsweise durch “Hey, dein Freund XYZ hat was in seine Story gepostet.” - das ist zwar toll, aber nochmal meine Meinung zu Stories: “Ist es dir nicht wichtig genug, deine Inhalte für mehr als 24h online zu halten, ist es mir nicht wichtig genug, die Inhalte zu betrachten.”

Ich werde ab und zu am Rechner in die Netzwerke reinschauen, aber die Apps braucht wirklich keiner mehr.

PS. Wer mich erreichen will, kann das weiterhin über die anderen Kanäle tun, wie z.B. Telegram (@mthie), Twitter oder natürlich E-Mail.


Maximalgeschwindigkeiten auf Autobahnen

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Vorweg: Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen betrifft mich eh nicht so stark, weil mein Auto eh nicht schnell fahren kann.

Aber zurück zum Thema: Was für ein Schwachsinn, über was für Dinge sich Deutschland Gedanken macht - diesmal sind es 130km/h auf Autobahnen. Damit die Anzahl der Verkehrstoten gesenkt werden.

Ich lach mich schlapp! Jetzt kommt eine Tabelle für Menschen mit einer höheren Aufmerksamkeitsspanne als einer Fliege:

Wie man sehen kann, sind im Jahr 2017 auf den Autobahnen 409 Menschen um’s Leben. Hält man dagegen die 1795 toten Menschen auf außerörtlichen Landes-, Bundes-, Kreis- und anderen Straßen dagegen (also alles, was nicht innerorts und nicht Autobahn ist), müsste man sich doch erstmal um diese Menschen kümmern oder?

Ja, es geht um Geschwindigkeitsregelungen, da die meisten Toten durch Geschwindigkeitsübertretungen oder zu geringem Abstand entstehen (hier mal etwas mehr zu dem ganzen Thema: Bericht über die Unfallentwicklung 2017 des statistischen Bundesamtes).

Will heißen: Lasst uns doch die Landstraßen auf 80 km/h und die Autobahnen auf 130 km/h setzen. Aber nein, wir kümmern uns mal wieder um die Dinge mit dem geringsten Nutzen.

Hier noch ein Zitat aus dem verlinkten PDF: “In 55,5% der Fälle hatten die Pkw-Fahrerinnen und -Fahrer den Unfall auch selbst verursacht. Bei der Generation 75+ war dies jedoch bei 74,3% der Fall – das ist mit Abstand der höchste Wert aller Altersgruppen.”

Jetzt können wir nochmal mit den Fakten losrennen und überlegen, womit wir den größeren Impact erzeugen, statt wieder nur die Pferde wild zu machen und Titelseiten zu sammeln.


Tablet als Laptop-Ersatz

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Immer wieder höre ich von Leuten, die keinen Desktop-Rechner mehr haben und jetzt auch versuchen, ihren Laptop durch ein Tablet für den täglichen Einsatz zu ersetzen.

Für Reisen hab ich darüber auch schon so oft nachgedacht, habe diese Idee aber jedes Mal wieder verworfen. Stand heute könnte ich damit einfach nicht arbeiten.

Warum nicht?

Ich brauche eine echte Tastatur und die gibt es ja für die meisten Tablets inzwischen. Diese Tastaturen haben aber das Problem, dass sie entweder in die Tablet-Hülle eingebaut sind oder unten an das Tablet drangesteckt wird.

Mal abgesehen davon, dass man die meisten vernünftigen Tastaturen in Deutschland gar nicht bekommt, hab ich mir diverse davon mal in New York angeschaut. Sobald man versucht, damit auf dem Schoß zu arbeiten, wird’s kriminell - vor allem bei den Hüllentastaturen. Das geht einfach nicht und schon gar nicht ohne einen darauf folgenden Haltungsschaden.

Am Besten hat mir da noch der “Microsoft Surface Laptop” gefallen. Man steckt es unten ins Tablet, das Gelenk zwischen Keyboard und Display ist halbwegs robust (wer weiß, wie lange?). Dummerweise muss man für vernünftige Leistung des Geräts in eine reiche Familie einheiraten und dann leidet auch schon langsam wieder das Gewicht darunter.

Es bleibt also leider noch unmöglich für mich, diesen Traum zu verwirklichen.


Pille und Periode, wie man nur Teile einer Datei mit git committed und Bugs

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Pille und Periode

Es gibt da bei Vice eine spannende Story über die Pille und die Periode zwischendurch und die Entscheidung darüber, warum das so ist und warum das auch ganz schöner Quatsch ist.

Git

Eher was für die Entwickler unter den Lesern: How To Craft Your Changes Into Small Atomic Commits Using Git.

Sehr schöne Anleitung, damit ein commit nur eine zusammenhängende Aufgabe beinhaltet. Mal gucken, ob ich das auch sinnvoll eingesetzt bekomme - ich bin diesbezüglich gerne mal etwas faul.

Bugs

Ich bin immer noch auf der Jagd nach Bugs. Das Doofe ist ja, ich weiss grad nicht, ob es 1 oder 2 Bugs sind, die ich grad jage. Ich gehe aber von einem Bug mit Race Condition aus und das kann schon nervig sein. Der Bug tritt lokal nicht auf, sondern nur live. Dank Docker kann ich den Bug dadurch aber jetzt reproduzieren und ich werd ihm auf die Schliche kommen - allerdings dauert das Erstellen neuer Container mit entsprechenden Debug-Informationen immer so lang, dass ich nebenbei diesen Blogabsatz schreiben kann.


Eiskratzen, Schnee und Arbeit ohne Ende

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Eiskratzen und Schnee in Hamburg

Es hat endlich mal wieder geschneit. Voll schön. Aber habt ihr ja selbst gesehen. Das Eisige da draußen war bestimmt auch mal wieder schön für den Planeten - etwas Abkühlung tut jedem mal gut.

Es ist auch immer wieder eine Freude, Leuten beim Eiskratzen zuzusehen und sich darüber zu wundern, warum die Leute ewig über eine Stelle schaben, statt einmal die rauhe Seite zu verwenden, damit die Oberfläche anzurauhen (mehr Angriffsfläche erzeugen) und dann mit der flachen Seite rüberzugehen.


Du kannst noch so viele Tools haben, wenn du nicht weißt, wie du sie bedienen musst, bringen sie dir gar nix.

Viel Arbeit

Auf Twitter hab ich ja schon mal angemerkt, dass ich mein Leben zu langweilig finde, um täglich darüber bloggen zu können. Es gibt halt viel zu tun auf der Arbeit, das ist besser, als ständig rumzusitzen und den Flocken draußen beim Fallen zuzusehen. Heute hatte ich wieder eines dieser Probleme, was man nur live debuggen kann und das lokal wieder mal nicht auftrat. Live- und Stagingsysteme kann man eben nicht immer zu 100% mit der Entwicklungsumgebung simulieren. Aber der Bug ist zertreten und morgen wird der neue Kram dann released.

Land der Verbote

Mir fällt immer häufiger auf, dass Deutschland ein Land der Verbote ist. Wir bauen Gesetze inzwischen so vorsichtig, dass wir immer gerade so das erlauben, was irgendwie gefordert ist und bloß nicht mehr. Ich bin ein Fan von einfach mal erlauben und wenn sich zu viele Leute dabei umbringen kann man mal ein bisschen einschränken. Außerdem bin ich ein großer Fan von Darwin sowie Thanos und weiterhin gegen Überbevölkerung.


Feuerwehr, Weniger Stories und Status, Weniger Gefühle, mehr Fakten und Veraltetes Konzept "Wochenende"

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Die politisch korrekte Feuerwehr

Woran liegt es, dass so wenig Frauen in der Feuerwehr sind - klar, Feuerwehr ist rundherum frauenfeindlich. Warum haben wir so wenig Ausländer? Klar, wir sind natürlich auch fremdenfeindlich. Und Behinderte? Wir sind schuld. Daneben sind wir noch Doofenfeindlich, Total-Unfitfeindlich, Jugend- und Altersdiskrimierend etc.

Es wird aber der Tag kommen, an dem es brennt und die total politisch-korrekte Feuerwehr anrückt. Wenn sie denn ankommen, weil der sehbehinderte Bürger mit dem Not-Feuerwehrführerschein ein 18t-Monster fahren durfte, steigen dann zwei 13jährige kichernde Mädchen mit Smartphone, 2 Mitbürger mit südosteuropäischen Immigrationshintergrund und sprachlichen Integrationsdefiziten, 1 FW-übergeiler 16 jähriger Alarmfahrtenfilmer, ein Löschopa mit Geh-Hilfe und ein schulauffälliger Jugendstraftäter mit Adipositas Maxima aus. Dann werden in einer kurzfristig anberaumten Einsatzplanungssitzung die anfallenden Aufgaben, die in einem Punktesystem nach Attraktivität und Unterhaltungswert abgestuft sind, nach Anhörung der diversen Beauftragten für Inklusion, Integration und Gleichstellung möglichst Zielgruppengerecht verteilt. Der betroffene Bürger wird währenddessen um Geduld gebeten.

Feuerwehr und Rettungsdienste taugen leider nicht zur Political Correctness, da Brände und Unfälle die Normen und Anforderungen setzen und nicht der Mensch. Es spricht nichts gegen eine Integration mit Augenmaß, aber im Gegensatz zur Staatsbürgerschaft muss man für eine Mitgliedschaft in der Feuerwehr was tun und sich anpassen. Diejenigen, die aber ihren Beitrag leisten wollen, müssen aufgenommen und integriert werden, egal welches Geschlecht, welche Vorgeschichte und welcher Herkunft sie sind - DAS ist unsere Verpflichtung und Aufgabe!

Jan Südmersen

Quelle: feuerwehr.de

Vielleicht ein bisschen überspitzt, aber dem Kern der Aussage kann ich echt nur zustimmen.

Weniger Stories und Status (mit langgezogenem U, also Plural)

Auf den Facebook-Portalen setzen sich inzwischen die Stories (Facebook und Instagram) und Status (Plural, auf WhatsApp) immer mehr durch. Ich verabscheue sie und deshalb schaue ich sie mir nicht mehr an.

Warum? Weil sie den Leuten nicht wichtig genug sind, um sie dauerhaft zu veröffentlichen, also echte Beiträge zu posten. Sie verschwinden ja nach 24 Stunden wieder. Und wenn es den Autoren nicht wichtig genug ist, sind sie es nicht wert, angeguckt zu werden.

Weniger Gefühle, mehr Fakten!

Meine Echo-Kammer heult nur noch rum. Es geht ständig nur noch im Gefühle, um Ideale. Es geht nicht mehr um Fortschritt, sondern darum, dass sich alle besonders wohl fühlen und für diese Ideale werden dann auch gerne mal Fakten ignoriert (wer dafür jetzt Beispiele braucht, hat sie scheinbar schon ignoriert oder guckt sich einfach nicht das Gesamtbild an).

Wir haben so viele ungelöste Probleme und statt sie zu lösen, wird geheult, dass wir Probleme haben. Außerdem wird die Energie damit verschwendet, die eigene Umgebung von den eigenen Idealen zu überzeugen.

Jetzt mal ehrlich: wir können keinen perfekten Planeten schaffen! Aber wenn sich jeder anstrengt und was dafür macht, können wir dem näherkommen.

Von daher: HERZ AUS, KOPF AN!

Veraltetes Konzept “Wochenende”

Manchmal kommen mir unterwegs die spannendsten Gedanken. Dieses Mal beim Einkaufen am Samstag.

Warum kaufen die Menschen eigentlich am Samstag ein, als gäbe es kein Morgen mehr? Weil am Sonntag die Läden geschlossen haben. Und warum? Weil vor vielen Jahrhunderten die Menschen beschlossen haben, dass der Sonntag ein “heiliger” Tag für die Familie sei. Nun sind wir Deutschen ja nicht mehr die religiöseste und christlichste Gesellschaft.

Und überhaupt, das Wochenende ist immer am Samstag und Sonntag. Wer hat das bestimmt und warum muss das für alle gleich sein? In 24-Stunden-Berufen wurde dieses Konzept längst aufgegeben. Ich bin völlig für eine 5-Tage-Arbeitswoche, aber warum darf der Mensch nicht selbst bestimmen, wann er seine 2 freien Tage pro Woche nimmt?

Diverse Stimmen sagen jetzt bestimmt, dass wir ja alle an den gleichen Tagen in einem Büro sitzen müssen, um uns abzustimmen. Das bedeutet natürlich auch, dass wenn ein Mitarbeiter eine Woche krank ist, dass dann in dieser Woche gar nichts mehr funktioniert. Oh, etwa doch?

Es hieße natürlich, dass wir den Begriff des “Wochenendzuschlags” wegwerfen müssten. 🤷
Es hieße, dass wir zukünftig 7 Tage die Woche die Läden öffnen könnten, weil es im ganz normalen Wochenrhythmus der Menschen läge.
Es hieße, dass wir auch unsere Schulsysteme überdenken müssten, was eh schon längst überfällig ist (Thema: Spätaufsteher lernen morgens um 8 Uhr nicht so gut und was passiert, wenn man Dienstag und Mittwoch dann nicht mehr in der Schule ist, dafür aber Samstag/Sonntag?)

Vielleicht ist es einfach an der Zeit, dass wir mal andere Wege gehen. Wir haben fast das Jahr 2020 und wenn man jemanden aus 1920 befragen würde, wäre die Person bestimmt überrascht, wie wenig wir uns in 100 Jahren weiterentwickelt haben.

… und dann will ich unbedingt nochmal was zum Thema “Rad/Öffis vs. Auto” schreiben, aber ich denke, das wird ein eigener Artikel.