Vielen Dank Frau Schnutinger
21.07.2009 22:08
Früher hat man solche Blogs dann einfach nicht gelesen. Aber der typisch deutsche Web-ZweiNuller ist ein Nazi. Alles was nicht in sein Raster passt, muss vernichtet werden. Da sie aber nicht die Mittel haben, es wirklich zu tun, müssen sie es halt verbal tottreten.
Also hat Frau Schnutinger, in meinen Augen etwas überstürzt, die Reißleine gezogen und Ihren Ausstieg bekannt gegeben und das ist auch gut so. Warum ich das gut finde? Ganz einfach: Auf einmal haben diese WebZwoNullNazis bewiesen, dass sie Herz haben. Sie haben gesehen, dass da doch Menschen am anderen Ende sitzen, die das berührt, wenn sie sie beleidigen. Ich möchte nicht behaupten, dass es ihnen Leid tat, aber ich könnte fast sagen, dass sie doch etwas erschrocken waren.
Aber so sind sie, die Möchtegern-Experten, die gegen alles andiskutieren wollen. Vor allem die mit Abitur, wie Carsten Schulz heute bei einem gemeinsamen Mittag feststellte. "So etwas wird dir von der zehnten bis zur dreizehnten Klasse antrainiert und das wird man nicht mehr so schnell los.", meinte er so zu mir. Das fand ich doch sehr passend.
Liebe Diskutierer: Beim nächsten Mal werdet ihr alle eingeladen, bei so einem Werbespot mitzuspielen und einen Blogbeitrag für das Produkt oder die Marke zu schreiben und ich möchte bitte zwei Dinge von euch sehen:
1. dass ihr es deutlich besser macht
2. dass es gar nicht zum ersten Punkt kommt, weil ihr ja gegen die Kommerzialisierung des Web-2.0 seid und ihr trotz guter Bezahlung den Job ablehnt.
Am Besten ist einfach, dass ihr eure Kopplung zwischen Auge und Gehirn löst (diese Verbindung, die sobald die Augen geöffnet werden, das Gehirn ausgeschaltet wird) und hoffe, dass ihr anfangt nachzudenken, obwohl eure Augen geöffnet sind.
Vielen Dank.
Das Wort "Nazi" wurde hier verwendet im Sinne von: "Slang: Beleidigung gegen jemanden, der die eigenen Verhaltensnormen absolut stellt und anderen aufzwingt" (Quelle: wiktionary.org)
Kommentare:
am 22.07.2009 um 00:51 Uhr
1.) Wenn ich auf eine Bühne treten kann ich nicht nur Applaus erwarten.
2.) Wenn ich dann auch noch eine schlechte Vorstellung biete, kann ich nicht nur Applaus erwarten.
3.) Wenn ich feststelle, dass das Publikum nicht das ist, welches ich erwartet habe (man konnte ja vorher "durch den Vorhang lunzen") und dann dennoch auf die Bühne trete, kann ich nicht nur Applaus erwarten.
Und wenn ich nicht meinen Applaus kriege reagiere ich eingeschnappt und sage "ich will NIE wieder Theater spielen" oder ich ziehe die Schmierenkommödie so gut ich kann durch und beweise eins: Professionalität und Selbstbewusstsein, beides nicht nur auf der Bühne wichtig ;-)
"The Show must go on!" Ich hätte Frau Hamelmann aka Schnutiger mehr zu getraut oder aber es ist ein geschickter Schachzug...
am 22.07.2009 um 00:58 Uhr
guter text, schön dass nicht alle diesen kindergarten mitmachen