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Warum Sascha Lobo niemals Google Buzz benutzen darf

10.02.2010 01:01

Ich weiß, dass ihr es von mir nicht mehr hören könnt, aber stellt euch vor, der Sascha buzzt nur einmal eure Webseite und versieht das mit 1-7 Bildern von eurer Seite, weil Buzz das so schön anbietet. Euer Traffic wird durch die extrem vielen Leser dann in die Höhe schnellen, obwohl niemand den Link anklickt. Nur durch's Posten der Seite und betrachten des Buzz's. Womit wir dann wieder beim alten Thema wären.

@Sascha: Natürlich darfst du gerne Buzz benutzen, dies gilt nur als Denkanstoß. ;-)

Wie mein Blog den Weg in die Cloud fand

28.10.2009 20:04
Es war ein Tweet von Frank Helmschrott, der mich darauf aufmerksam machte, dass sein Blog jetzt per Cloudcomputing läuft. Natürlich war ich neugierig, was er gemacht hatte, da mir bisher ein Hosting auf Amazons EC2s ein bisschen teuer vorkam.

Seine Lösung: vps.net. Dort kann man sich sogenannte "VPSs" anlegen, sozusagen virtuelle Maschinen, denen man Nodes zuweisen kann. Jeder Node hat eine Leistung von 400 MhZ und 256 MB RAM. Außerdem 10 GB Storage und 250 GB Traffic. Leider wird zur Zuweisung der Resourcen die laufende Instanz kurz heruntergefahren und kurz danach wieder hochgefahren. Zur Not muss man sich also kurz eine Ersatzinstanz hochfahren, um Ausfälle zu vermeiden (obwohl die sich wohl in Grenzen halten dürften).

Eine solche Node kostet 20 US$ im Monat, wird aber günstiger, je mehr Nodes man nimmt. Da man häufig (aber natürlich nicht immer) weiß, dass man Traffic bekommt, z.B. nachdem man den Beitrag twittert oder Werbung dafür macht, kann man "Scheduled Upgrades" einstellen. Man kann dann entweder temporär (z.B. für einen Tag) oder permanent Nodes hinzubuchen und zu bestimmten Zeiten aktivieren bzw. deaktivieren. Je Node wird 1 US$ pro Tag berechnet.

Man kann beim Erstellen einer VPS zwischen diversen Betriebssystemvorlagen wählen, z.B. schon vorgefertigte Debian mit Lighttpd und Wordpress-Installation. Leider will ich mehrere Wordpress-Instanzen auf der VPS hosten, sodass ich auf ein altbewährtes LAMP-System gesetzt habe. Ich hätte es auch mit lighttpd hinbekommen, aber das mach ich dann später mal.

Leider kann man Amazons EC2-Ansatz nicht wirklich gut mit VPS' vergleichen, sodass ich das hier auch gar nicht versuchen will. Ich empfehle, es einfach mal auszuprobieren.

Jolicloud im Alltagstest

30.07.2009 19:59
Da ich vor Kurzem einen Jolicloud-Invite bekommen hatte, musste ich als Spielkind dies natürlich gleich mal installieren.

Die Bilder, die auf der Website gezeigt werden, sahen ziemlich viel versprechend aus, aber schon da hatte ich einen kleinen Verdacht, der sich dann auch bestätigte. Es war nichts anderes als ein Ubuntu-Netbook-Remix mit vier weiteren Apt-Sourcen für Google Chrome, Miro, für Medibuntu-Packages und natürlich für spezielle Packages für Jolicloud selbst.

Durch die gewohnte Umgebung, fühlte ich mich natürlich gleich heimisch und alles funktionierte so, wie ich es eh schon von Ubuntu gewohnt war. Als ich dann natürlich die Cloud-Anwendungen testen wollte, öffnete sich ein Browser-Fenster (XULRunner bzw. Mozilla Prism), der eine Website von Jolicloud anzeigte, bei der ich weitere Prism-Anwendungen für alle möglichen Social-Media-Websites installieren konnte. Das war also der ganze Trick. Es gab natürlich auch ein paar "Sonderpakete" wie Google Chrome und VLC, was natürlich keine Prism-Anwendungen waren, aber es war ziemlich ernüchternd. Das hätte ich auch selbst mit wenigen Klicks hinbekommen.

Egal, ich hab's auf dem Netbook drauf gelassen und einfach mal probiert, wie es sich so anfühlt, die häufigst genutzten Websites so über Prism zu benutzen und find das eigentlich gar nicht so schlecht, zumal, wenn eine Prism-Anwendung abstürzt, sie die anderen nicht mitreißt. Das gibt einem ein kleines bisschen Google-Chrome-Feeling :-)

Alles in allem: Eher ernüchternd und man kann diese "Cloud-Funktionen" auch selbst mit einem normalen Ubuntu schnell einrichten und braucht dafür keine extra Distribution. Schön fand ich, dass alles wie gewohnt lief und natürlich durch die Standard-Ubuntu-Paketlisten die normale Sicherheitsupdate-Geschwindigkeit gewahrt bleibt, als wenn Jolicloud einen eigenen Mirror aufgebaut hätte.