Kostenpflichtige Inhalte im Web [Update]
15.12.2009 15:03
Leider verstehe ich die Aufregung nicht ganz. Ist die Szene noch immer so blind oder blöd zu glauben, dass kostenlose Inhalte wirklich funktionieren? Irgendwie muss der ganze Kram finanziert werden. Natürlich dachten auch Verlage viele Jahre, dass sie die Online-Ausgabe mit ihren Print-Einnahmen stützen könnten. Sie hätten von Anfang ihren Content kostenpflichtig machen sollen, sodass kein falscher Eindruck hätte entstehen können, aber dafür ist es inzwischen leider zu spät.
Derzeit gibt es leider nur zwei Möglichkeiten, Inhalte zu finanzieren: Werbung und Bezahlcontent. Da es inzwischen genügend technische Mittel gibt, Werbung zu filtern, gibt es dafür keine rosige Zukunft. Bezahlte Inhalte widerum funktionieren einfach. Natürlich kann man auch diese weiterverbreiten, indem man die PDF einfach mal rumreicht zwischen den Freunden, aber das war mit einer normalen Zeitung genauso einfach (nur nicht so einfach zu kopieren ;-)).
Was die Webnutzer wollen: Kostenlose Inhalte bei höchsten Qualitätsansprüchen.
Problem an der Vorstellung: Qualität gibt es nicht oft, diese will aber gut bezahlt werden. Wer schafft es schon, seine Miete durch viel Lob zu bezahlen? Die Inhalte in den kostenlos verfügbaren Wochenzeitungen lassen meist sehr zu wünschen übrig, wäre aber die Qualität, die einen erwartet.
Was die Verlage wollen: Möglichst viel Geld aus möglichst wenigen Inhalten pressen.
Problem an der Vorstellung: Wer will das nicht. Wenig Arbeit für viel Geld, davon träumt jeder. Die Endkunden wollen aber kein Papier und denken, dass digitale Inhalte kostenlos sind. Sie lassen sich doch einfach kopieren und kosten nichts, weil die Arbeit dahinter nicht mehr sichtbar wird.
Ich glaube, dass man diesen steinigen Weg jetzt einfach gehen muss und die Leute werden sich auch daran gewöhnen, dass sie für ihre täglich gelesene Zeitung auch in Zukunft zahlen müssen, egal ob in Papier- oder Digitalform.
Um diesen Schritt so einfach wie möglich zu machen, sollten die Verlage aber nicht zu weit gehen. Die Beträge für einzelne digitale Artikel sind bei einigen Zeitungen viel zu hoch. 10 Cent pro Artikel ist angemessen, aber 1,-- € viel zu teuer. Die gesamte Tagesausgabe würde für aber für 1,-- € vielleicht deutlich häufiger digital gekauft werden, als es jetzt in Papier- und Digitalform zusammen geschieht.
P.S. Und wieder mal ist das einer der Blog-Beiträge, wo die Trolle nur Mist in den Kommentaren schreiben und die wirklich interessanten Leute nur zustimmend nicken, ohne was zu schreiben.
Update: In den Kommentaren wird immer wieder betont, dass es darum geht, dass immer der selbe Brei verwurstet wird. Dem muss ich natürlich einerseits zustimmen, andererseits muss man dazu sagen, dass es wohl ca. 95% der Bevölkerung gar nicht auffallen wird. Die Ein-Quellen-Informationspolitik, die der Normalbürger default-mäßig fährt, lässt ihn solche Sachen, die außerhalb seines Scheuklappen-Sichtfelds passieren, völlig vergessen. Wir, die Digital-Natives haben unsere Feedreader, Live-Booksmarks, Twitter, Blogs, Newsseiten usw. die wir täglich in einem Affenzahn abklappern, aufsaugen, filtern, verarbeiten und weiterverbreiten. Glaubt denn niemand, dass es den (Chef-)Redakteuren in großen Agenturen anders geht? Die sehen eine Meldung mindestens 100 Mal und jedes Mal werden sie dort sitzen und sagen: "Na toll, wir waren zwar schnell, indem wir die dpa-Meldung direkt online gestellt haben. Leider waren alle anderen genauso schnell, weil sie das Selbe taten. Aber wir MÜSSEN schnell sein, weil wir sonst unsere Leser verlieren und die 'Internet-Community' sonst wieder rumzetert, dass sie die Meldung vor einer Stunde schon woanders gelesen haben."
Vielleicht sollten wir uns alle mal überlegen, ob wir nicht alle an der aktuellen Pattsituation eine kleine Mitschuld haben.
Kommentare:
am 15.12.2009 um 17:11 Uhr
Hmm ok ich trolle mal ein bisschen. Naja, so halb. Ich finde auc das Journalismus auch online nicht rein Werbefinanzeirt sein muss. Aber die ganze Rhetorik die Springer hier auspackt ist einfach beleidigend. Ich bin also Schuld, dass es dem Abendblatt schlecht geht?
Ich würde bezahlen. Aber nicht 8€ pro Monat für eine Zeitung. Sondern wie du schon sagtest 10-20c pro GUTEM Artikel. Darunter zähle ich aber nicht die Sachen die aktuell kostenpflichtig sind. Wenn man mal schaut was alles so kostenpflichtig ist, dann sind es grötenteils Artikel die für mich nicht unter dem Banner Qualitätsjournalismus stehen. "Neue Dienstwagenrichtlinie" - kaum Recherche notwendig. "Eklat im Landtag - Wullf ruft zur Besinnung" - steht heute im Abendblatt, gabs vorgestern schon auf Heise etc - wieder keine Recherche notwendig. "Nord/LB rechnet mit schwierigem Jahr 2010" - das ist ne Pressemitteilung oder vllt noch eine dpa Meldung aber nichts wofür ich zahlen würde.
Die Liste könnte man jetzt weiter führen.
Und ich hoffe, dass sie niemand jemals an DIESE Art von paid content gewöhnen wird.
am 15.12.2009 um 17:12 Uhr
Was rauchst Du? Wo sind hier überhaupt kommentare? Ohne das PS hätte ich nichts kommentiert, weil so einen Schwachsinn kann/braucht man nicht zu kommentieren.
am 15.12.2009 um 17:20 Uhr
@sebsn: Och wieso, trollig war das ja wahrlich nicht.
Zwei Punkte allerdings, die mir komisch vorkommen: 8€ im Monat für 25 Ausgaben ist ein bisschen wenig oder? Wenn du mal schaust, dass man für eine Fachzeitschrift, natürlich mit weniger Publikum, welches nur 4mal im Jahr erscheint, jedes mal 9,90€ ausgibt, fragt man sich nach der Relation der Kosten, die so etwas verschlingt.
Die andere Sache ist das mit dem Inhalt. Ja, auch die neue Dienstwagenrichtlinie hat ihr Publikum. Es gibt allein in Hamburg wohl ca. 10.000 Menschen, die das interessieren könnte. Der Eklat im Landtag hat gestern ganz Twitter beschäftigt, scheint also nicht irrelevant zu sein und dass es schon gestern online bei heise stand, liegt wohl daran, dass man nicht vergessen darf, dass der Großteil der Bevölkerung seine Tageszeitung am nächsten Morgen beim Frühstück liest und diese News für diese Leute meist neu sind.
Ich glaube, was du suchst und lesen willst, sind eher Fachzeitschriften bzw. deren Online-Content. Der ist aktuell und genau das, was dich interessiert. Aber die Menschen sind nun mal alle unterschiedlich.
am 15.12.2009 um 17:21 Uhr
@lfalkenburg Geh zu heise und hol dir dort deinen Fisch ab ;-)
am 15.12.2009 um 17:26 Uhr
der punkt ist doch der:
welche seiten/firmen sind denn JETZT bereits erfolgreich mit bezahlten online-diensten?
es sind die, die für die eingesammelten euros auch einen MEHRWERT bieten.
beispiel: xing.com
gäbe es beim abendblatt online total geil recherchierte geschichten, die in der print-ausgabe nicht vorkommen oder die z.b. ein thema noch mal viel ausführlicher darstellen, als es im print der fall ist - ich glaube, dann wären viele eher bereit dafür einige euro im monat zu zahlen.
man muss eben für sein geld auch etwas bekommen!
bisher sehe ich solche ansätze bei den verlagen nicht wirklich.
wie die sich finanzieren, ob sie weniger anzeigen haben als früher oder was auch immer, ist mir ehrlich gesagt vollkommen banane.
biete mir eine anständige leistung bzw. ein interessante produkt und ich werde das geld schon rausrücken.
so, wie es das abendblatt (bzw. springer) jetzt macht, sage ich "fuck you"
am 15.12.2009 um 17:28 Uhr
Wie du schreibst: "Um diesen Schritt so einfach wie möglich zu machen, sollten die (...) Beträge für einzelne digitale Artikel (angemessen sein). (...) 10 Cent pro Artikel ist angemessen, aber 1,– € viel zu teuer. Die gesamte Tagesausgabe würde für aber für 1,– € vielleicht deutlich häufiger digital gekauft werden, als es jetzt in Papier- und Digitalform zusammen geschieht."
Um es zusammenzufassen: Die Presse macht grade dieselben Erfahrungen wie die Musikindustrie/-branche. Daher wäre es für die Verlage ratsam, einfach dorthin zu schauen und aus den Fehlern und bitteren Erfahrungen der Musik-Vertriebe direkt zu lernen.
Kunden haben eben ihre präferierten Artikel oder eine Artikelauswahl und kaufen daher lieber nur diese als gleich die ganze Zeitung.
Und sie würden sogar eine Artikel-Auswahl aus diversen unterschiedlichen Presse-Medien kaufen.
Da ist der Einzelpreis natürlich viel geringer anzusetzen. Dass dies sehr sehr gut funktioniert, sehe wir beim iTunes-Modell. 1 Song à 0,99 EUR wäre gleichbedeutend mit 1 Artikel à 0,10 bis 0,50 EUR.
Die Masse macht's.
Denn dass die Menschen lesen wollen und auch literarisch offen sind (als Leser und Autoren) , sieht man an der rasant gewachsenen Anzahl an Blogs. (Qualität ist eine andere Frage, klar - aber auch das Spektrum an Presse-Medien umfasst ebenso Klatsch und Tratsch wie Strickanleitungen oder hochgebildete bis wissenschaftliche Diskurse.
Es geht hier für die traditionelle Presse um die Akzeptanz eines kompletten Wandels - inklusive neuer Geschäftsmodelle. Denn da sind die Leser schon weiter, vermute ich mal.
am 15.12.2009 um 17:30 Uhr
Das Internet als kostenlose Informationsschleuder ist eine schöne Vorstellung, aber wie immer, wenn Entwicklungen vollzigen werden, ändern sich Rahmenbedingungen. Warum sollten wir argwöhnisch auf diesen Vorstoß blicken? Haben wir Nutzer im Fall der Musikvermarktung nicht immer nach zeitgemäßen Möglichkeiten gerufen, legal zu sinnvollen Preisen diese zu erwerben? Warum soll ich mir eine Zeitung für Einsfüfzig kaufen, wenn mich nur ein Thema interessiert?
Die Frage wird sein, ob die Verlage in der Lage sind, faire und aus Nutzersicht realistische Preise anzubieten. Qualitätskontent vorausgesetzt. Ich werde die Angebote erstmal nicht nutzen, habe aber gegen den Versuch der Verlage nichts. Wir wissen ja: Versuch macht klug.
am 15.12.2009 um 17:31 Uhr
Ich probiers nochmal. Das meiste dessen, was heute von Journalisten rausgehauen wird sind 1:1 Agenturmeldungen oder Widergekäutes aus freien Quellen. Nun kann ich aus 2 Zeilen Teaser nicht erkennen ob da was investigatives steht oder wieder nur die Kopie, der Kopie, der Kopie der Agenturmeldung - warum sollte ich dafür was zahlen? Erst kommt die Qualität und dann der Gewinn - die Verlage versuchen uns grad einzureden WIR (Netzgemeinde) seien daran Schuld, dass es nun ander rum sein müssen... und da fällt Dir nichts auf?
am 15.12.2009 um 17:31 Uhr
hey mthie, es gibt doch eh viel zu viele informationen im net, deshalb filtern wir ja auch alle so fleißig...ich kann dabei gut auf die xfach verwerteten axel-springer-inhalte verzichten. was wir machen: ein sauteures aber fundiertes fachmagazin am kiosk vekaufen und schönen zusatzcontent im netz verschenken...und yeah, komm doch in unsere neue facebookgruppe:) hab dich gerade eingeladen. so long...
am 15.12.2009 um 17:33 Uhr
Es geht mir halt nicht um Relevanz die ist fast bei jeder Nachricht für irgendjemanden gegeben. Es geht mir viel eher um die große Redundanz in der Onlinenachrichtenwelt. Wenn ich mich jetzt entscheide. Ja, ich will das Abendblatt lesen und dafür 8€ bezahlen, ok. Aber das mache ich dann nur dort. Und nicht noch bei der FAz beim Spiegel bei der SZ etc. Gerade diesen Vorteil den ich online habe, mich aus diversen Quellen zu informieren fällt somit wieder weg. NAtürlich ist das nur der Fall, wenn andere zeitungen nachziehen - andererseits ist es ja so: Wenn andere nicht nachziehen ist es egal, da das Abendblatt nicht überleben wird - siehe Gefangenendilemma.
Ich brauche einfach keine 10 zeitungen die alle nur dpa Meldungen und "Allgemeine Nachrichten" verbreiten. Die Zeiten sind vorbei. Für dpa Meldungen brauche ich genau ein Medium - die dpa. Wenn wir jetzt wie hier eine Lokalzeitung habe will ich dort gut recherchierten lokal geprägten Journalismus. Die Zeit, auch alle anderen Ressorts abzudecken kann ich mir als Zeitung schenken.
Hier müsseneinfach Kernbereiche gebildet werden und der Rest wird von anderen übernommen. In einer Zeit ohne wirkliche Exklusivität (die vorher auch nur kam weil nciht jede Zeitung unbegrenzt und überall zur Verfügung stand) muss ich eben versuchen genau diese zu schaffen. Was kann das Abendblatt was die Sueddeutsche nicht kann? Dafür bin ich dann auch bereit zu zahlen - wenn der Preis stimmt.
Und natürlich sind 8€ fuer 25 "Ausgaben" nicht teuer aber es schränkt mich enorm in meiner Freiheit ein auszuschen. Ich bin auch nichtmehr dazu bereit nur EINEN artikel zu einem Thema zu lesen der mich interessiert. Ich will mehrere Meinungen, Blickwinkel etc. Relevant sind die eben wieder nur bei "nicht-dpa-meldungen".
am 15.12.2009 um 17:35 Uhr
Der Fehler der Verlage war und ist es, die Print-Artikel 1:1 online zu stellen. Wenn Verlage konsequent gewesen wären und hätten ihre Online-Präsens als eigenes Produkt verstanden, was es mittlerweile teilweise ist (Spiegel vs. SpOn), dann gäbe es diesen Aufschrei gar nicht.
Ich finden den Weg, den Springer versucht zu gehen, absolut richtig. Warum denkt jeder, dass alles im Netz umsonst sein muss, und bitte auch ohne Werbung, weil die nervt ja.
Ich bin bereit für ein Online-Abo zu zahlen, wenn die Inhalte gut sind. Den gleichen Maßstab lege ich auch bei einem Abo einer gedruckten Zeitung an. Und damit vergleiche ich die Online-Bezahlangebote. Ob man dann pro Artikel oder für einen ganze Rubrik oder pro Monat zahlt, ist meines Erachtens nur eine technische bzw. abwicklungstechnische Frage.
Und ich hoffe, dass sich alle User endlich mal daran gewöhnen für Inhalte zahlen zu wollen. (Und nein, ich bin kein Online-Journalist)
am 15.12.2009 um 19:15 Uhr
Mir kommts so vor wie bei Tobin Tax und Klimaschutz: Es müssen alle machen.
Heute mittag lese ich Tweet: Kapitän entlassen. Gehe zum Abendblatt, sehe: Bezahlinhalt. Gehe auf News.Google und lese dann den Artikel von Welt.de oder so. Nervige Zusatzklicks, aber Geld wird man so von mir nicht bekommen. Oder?
am 15.12.2009 um 19:17 Uhr
Es werden leider bald alle tun, denke ich.
am 15.12.2009 um 20:06 Uhr
Mal sehen. Es reicht ja nur einer, der die Inhalte gratis verbreitet. Und der eine kann ja heftig Geld für Werbung verlangen.
Ich lese Werbe-Fachzeitschriften online. Horizont hat auf Bezahlinhalte umgestellt. Seitdem lese ich nur noch W+V. Vielleicht verpasse ich was, aber nicht viel.
Ich meine, hier gehts um Meldungen, nicht um große Sachen.
Habe übrigens eben am Bahnhof gekauft 1x brandEins (obwohl die komplett im Netz sind) 1 Zitty Sonderheft, 1 Computerbild. Also zahle ich auch für Inhalte, nur eben nicht für die, die auch gratis zu haben sind.
am 15.12.2009 um 20:55 Uhr
"Vielleicht sollten wir uns alle mal überlegen, ob wir nicht alle an der aktuellen Pattsituation eine kleine Mitschuld haben." wieso sollten wir Mitschuld daran tragen, wenn sich eine Berufsgruppe/Branche überlebt hat?! Oder soll ich mich auch schuldig fühlen, dass die LP-Presswerke pleite gegangen sind oder die analoge Fotografie, die Webstühle nicht mehr von Menschen bedient werden? Die Verlage egal ob Musik oder Print wollen Ihre "Gatekeeper-Funktion" wegen der Macht auf keinem Fall aufgeben - für veraltete Modelle fühle ich mich nicht schuldig. Nachweislich durch Lobbiismus beeinflusste Presse, die das Volk desinformiert braucht keiner!
am 15.12.2009 um 22:33 Uhr
ganz easy: solange es den gleichen oder besseren content umsonst gibt gebe ich kein geld dafür aus, zur not kuck ich halt wieder die tagesschau (respektive ard.de/zdf.de).
also, wo genau ist das problem? auf den springerseiten war ich bisher eh nich wirklich zu finden.
und ich glaube auch nicht, dass es "bald" alle tun werden.. z.b. dem spiegel traue ich (vorerst) nicht zu, dass er die inhalte komplett kostenpflichtig macht, eher wird es gekürzte artikel oder nur kurze meldungen geben, die dann aber weiterhin umsonst sind. die öffentlich rechtlichen werden niemals geld für ihre internetauftritte verlangen, dafür gibts die GEZ. und wo es bezahlcontent gibt, gibt es auch "warezseiten" - auch wenn ich zugegebenermaßen nicht genau weiß, wie die bei news aussehen werden.
ich bin (glaub ich) einfach keine zielgruppe für bezahlcontent - wenn überhaupt würde ich einem "zwischengeschalteten" dienst geld geben, der mir aus allen medien die für mich interessanten nachrichten rausfiltert.. aber ansonsten...
und was die springer-käufer machen ist mir ehrlichgesagt herzlich latten. bildleser hat eh nix im kopf ;) (sry falls hier jemand bild lesen sollte - bezweifle ich aber eh eher)
am 15.12.2009 um 22:35 Uhr
@psy: Nein, ich glaub eher, dass du zu der Zielgruppe "Fachzeitschrift" gehörst. Ist ja auch nicht schlimm. ;-)
am 15.12.2009 um 23:25 Uhr
joa... im fach "ich" ;)
am 16.12.2009 um 00:39 Uhr
So schön die Vorstellung von Paid Content auch ist, im großen Umfang von reinen Tageszeitungen (und dazu zähle ich auch SpOn) wird er im Großen und Ganzen nicht funktionieren. Warum nicht? Ganz einfach: Warum sollte man für etwas bezahlen, was man woanders umsonst bekommt.
Ich denke es gibt eine latente Bereitschaft für guten Content auch zu bezahlen. Das sind dann Werke von Leuten die man noch Journalisten nennen darf. Menschen die recherchieren und unangenehme Dinge aufdecken. Für solche Reportagen/Berichte würde ich dann auch gern zahlen, sofern es mich interessiert. Das Stichwort ist hier "unique content".