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Warum Touchscreen-Tastatur beim iPad gar nicht geht [Update]
gepostet in Computer am 27.01.2010 um 19:25
Die Webbies bejubeln wieder ihre Gottheit: Steve Jobs. Er präsentierte der Welt grad das iPad. Alles schön und gut und nichts, was man nicht schon kennt, nur halt in proprietär und mit vielen Einschränkungen (wobei mir grad auffällt, dass die Apple-Entwickler auch Gnome hätten programmieren können, bei dem, was sie immer meinen, was der Benutzer nicht braucht).
Was nur bei dem Gerät ein großes Manko ist: Die Display-Tastatur. Beim iPhone/iPod verstehe ich ja noch, dass es dort nicht anders geht. Beim Handy hat man sich lange daran gewöhnt, mit einem Zeigefinger oder zwei Daumen zu tippen. Bei einem großen Screen allerdings möchte man etwas mehr machen, als nur Surfen. Für das iPad wird es ja iWork geben, mehr dem man etwas mehr Text schreiben kann/will. Jetzt überlasse ich mal dem geneigten Leser sich vorzustellen, wie die Haltung des Benutzers sein wird, wenn er versucht, seine Lebensgeschichte mit dem 10-Finger-System aufzuschreiben.
Abgesehen davon, dass der Bildschirm in diesem Fall von den Händen verdeckt wird und die Kopfhaltung des Users eher Nackenstarre verursacht, hat man schon bei Art Lebedev mit seiner Displaytastatur "Optimus Maximus" festgestellt, dass flache Tasten keinen Spaß beim Tippen machen und ich finde, dass das iPad für mind. $499 nur zum Lesen von Büchern einfach zu schade ist.
Update: Grad hat Apple dann gleich noch eine andockbare Tastatur vorgestellt. Das macht die Sache natürlich etwas angenehmer, aber nicht mehr so kompakt.
Daumen hoch für die Abschaltung von Skype
gepostet in Computer am 04.08.2009 um 19:21
Man hat es ja oft genug gelesen in den letzten Tagen: Skype steht wegen Lizenzproblemen vor dem Aus.Ich persönlich bin froh darüber, wenn der Dienst eingestellt werden sollte. Mich interessieren nicht etwa der Wettbewerb wegen der kostenlosen Gespräche untereinander, sondern eher die Verschlossenheit der Telefoniesoftware. In den letzten Jahren hat sich Skype immer wieder zum Schrecken aller Admins hochgeschlafen, indem es immer ausgeklügeltere Techniken verwendet hat, Firewall und andere Sperren zu umgehen. Sogar das Protokoll verändert sich, wenn die Software mitbekommt, dass auf der Leitung mitgelauscht wird.
Das alles ist ein Grund zur Sorge, denn Skype ist wohl auf so vielen Rechnern auf dieser Welt installiert, dass man, da niemand weiß, was Skype so nebenbei alles an die Hersteller überträgt, davon ausgehen kann, dass Skype die Macht besäße, ungehindert mehr vertrauliche Informationen sammeln könnte, als Google mit den freiwillig ins Internet gestellten Daten es je tun könnte.
Auch andere Programme telefonieren gerne mal nach Hause, das ist bekannt. Aber meist werden solche E.T.s ziemlich schnell erkannt und Firmen bzw. Firewall-Hersteller können schnell einen Riegel davor schieben, weil es doch eher einfache Algorithmen sind, die dahinter stecken. Aber die Verschlossenheit des Protokolls hinter Skype erlaubt einfach keinen Blick in die Daten, die verschickt werden. Oder würdet ihr behaupten wollen, dass Skype zu 100% niemals Daten von euch verschickt hat? Ich würde behaupten: Das weiß keiner so genau.
Leider fehlt es derzeit komplett an einer plattformübergreifenden Alternative. Mit Google Talk und weiteren kleinen Messengern hat Jabber in den letzten Jahren auch in Sachen Telefonie ordentlich an Fahrt aufgenommen, leider wüsste ich nicht, welcher Messenger mit der Skype-Qualität und -Einfachheit Voice- und Video-Telefonie anbietet, wohlgemerkt: plattformübergreifend ist wichtig.
Jolicloud im Alltagstest
gepostet in Computer am 30.07.2009 um 19:59
Da ich vor Kurzem einen Jolicloud-Invite bekommen hatte, musste ich als Spielkind dies natürlich gleich mal installieren.Die Bilder, die auf der Website gezeigt werden, sahen ziemlich viel versprechend aus, aber schon da hatte ich einen kleinen Verdacht, der sich dann auch bestätigte. Es war nichts anderes als ein Ubuntu-Netbook-Remix mit vier weiteren Apt-Sourcen für Google Chrome, Miro, für Medibuntu-Packages und natürlich für spezielle Packages für Jolicloud selbst.
Durch die gewohnte Umgebung, fühlte ich mich natürlich gleich heimisch und alles funktionierte so, wie ich es eh schon von Ubuntu gewohnt war. Als ich dann natürlich die Cloud-Anwendungen testen wollte, öffnete sich ein Browser-Fenster (XULRunner bzw. Mozilla Prism), der eine Website von Jolicloud anzeigte, bei der ich weitere Prism-Anwendungen für alle möglichen Social-Media-Websites installieren konnte. Das war also der ganze Trick. Es gab natürlich auch ein paar "Sonderpakete" wie Google Chrome und VLC, was natürlich keine Prism-Anwendungen waren, aber es war ziemlich ernüchternd. Das hätte ich auch selbst mit wenigen Klicks hinbekommen.
Egal, ich hab's auf dem Netbook drauf gelassen und einfach mal probiert, wie es sich so anfühlt, die häufigst genutzten Websites so über Prism zu benutzen und find das eigentlich gar nicht so schlecht, zumal, wenn eine Prism-Anwendung abstürzt, sie die anderen nicht mitreißt. Das gibt einem ein kleines bisschen Google-Chrome-Feeling :-)
Alles in allem: Eher ernüchternd und man kann diese "Cloud-Funktionen" auch selbst mit einem normalen Ubuntu schnell einrichten und braucht dafür keine extra Distribution. Schön fand ich, dass alles wie gewohnt lief und natürlich durch die Standard-Ubuntu-Paketlisten die normale Sicherheitsupdate-Geschwindigkeit gewahrt bleibt, als wenn Jolicloud einen eigenen Mirror aufgebaut hätte.
Teamdrive - wie Dropbox, nur besser
gepostet in Computer am 28.06.2009 um 17:29
Diese Woche war ich in Berlin auf dem Social Media Camp, dazu später aber mehr. Im selben Gebäude fand auch der LinuxTag statt und am Stand von Teamdrive, traf ich einen alten Kollegen wieder, der inzwischen bei TeamDrive arbeitet.Die Website des Unternehmens hatte ich mir zwar schon einmal angeschaut, es aber unter "Yet Another Dropbox Alternative" abgestempel. Besagter Kollege nahm mir aber diese Illusion.
TeamDrive, dessen Logik komplett im Client abgebildet ist, ist deshalb in folgender Hinsicht anders als Dropbox:
- Verschlüsselung - Die Daten werden verschlüsselt, bevor sie an den Server verschickt werden. Damit ist es dem Serverbetreiber unmöglich, die Daten einzusehen
- Daten können auf eigenem Server abgelegt werden - Man entscheidet selbst, wo die Daten liegen. Ob beim von TeamDrive angebotenen Space, oder einem eigenen WebDav-Server
Diese beiden Punkte haben mich total überzeugt.
Nach der Installation des Clients (bei mir unter Linux, es gibt aber Clients für Windows, MacOS und Linux), legt man sich ein Konto bei TeamDrive an. Mit diesem wird die zentrale Steuerung von Accounts betrieben, u.a. auch die Einladung anderer User zu Space-Freigaben.
Der TeamDrive-Client ist im Übrigen anders als der von Dropbox. Man hat eine kleine Oberfläche, bei der man alle SharedSpaces im Überblick hat. Man kann dort dann auch direkt schauen, ob sich in der eigenen Abwesenheit etwas getan hat, z.B. durch einen anderen User, der Files hinzugefügt hat. Dies hat Dropbox mir bisher immer nur kurz in einer kleinen Sprechblase angezeigt, die immer dann aufpoppte, wenn ich nicht da war und ich sie dementsprechend immer verpasst habe.
Aber ähnlich wie bei Dropbox kann man seine Dateien ganz normal über das Dateisystem ablegen und diese werden automatisch synchronisiert. Dies geschieht ähnlich wie bei Datenbank-Master-Slave betrieben. Es gibt ein Log mit Versionsnummern und die angeschlossenen Clients erkennen anhand dieser Versionsnummern, auf welchem Stand sie sind und synchronisieren die Daten.
Gewundert habe ich mich allerdings, als ich eine 1kB-Datei abgelegt hatte und diese im Data-Verzeichnis auf dem Server nicht ankam. Man sagte mir aber, dass die Datei nicht groß genug sei für ein BLOB. Mit einem 40kB-File konnte ich dann allerdings die Daten auch sehen. Bei zu wenig Daten werden diese also erstmal verschlüsselt im Log gehalten und später dann bei genügend Größe erst verpackt. Wie das im Detail entwickelt ist weiss ich nicht.
Alleine die Tatsache, dass man seine Daten auf den eigenen Server legen kann, hatte mich neugierig gemacht. Also hab ich mir schnell mal einen kleinen WebDav-Server aufgesetzt. Dies geht mit entsprechenden Anleitungen recht schnell, hat aber nix mit TeamDrive selbst zu tun. Danach muss man einen SharedSpace anlegen und dort den WebDav-Server angeben. Dies funktionierte bei mir nicht auf Anhieb, lag aber daran, dass ich etwas bei der Installation unter Linux falsch gemacht hatte. Beim zweiten Versuch unter Linux und beim ersten Mal unter Windows klappte dies ohne weitere Probleme.
TeamDrive bietet im Übrigen auch eine Anleitung an, wie man auf einer Amazon-EC2-Instanz einen WebDav-Server einrichtet und wie man dort seine Daten dann effizient ablegt.
Es gibt übrigens auch eine kostenpflichtige Variante, die WebDav über SSL kann, aber das hab ich mir aufgrund der eh schon vorhandenen Verschlüsselung jetzt mal nicht weiter angeschaut. Außerdem bekommt man mit dieser, im Monat $12,90 kostenden Variante auch mehr Space bei TeamDrive zur Verfügung gestellt und der Client ist werbefrei.
Meine Empfehlung: Man sollte es sich auf jeden Fall anschauen, da ich bei Dropbox immer noch meine Bedenken habe, was meine Daten angeht. Außerdem wird bei Dropbox freigegebener Space von anderen bei mir auf den Space-Verbrauch angerechnet.
Anti-Kommentar-Spam
gepostet in Computer am 24.04.2009 um 23:37
Bisher war es ja so, dass ich zwei Arten von Spamfiltering gemacht habe:- eigene Wortfilterlisten, die regelmäßig gepflegt wurden
- Akismet-Plugin
Das Akismet-Plugin widerum hatte ich seit mehreren Monaten deaktiviert, da ich dachte, es mache Probleme. Jetzt stellte sich aber raus, dass eher der Wortfilter ein Problem mit False-Positives hatte und deswegen hab ich Akismet wieder aktiviert und der Wortfilter gehört der Vergangenheit an.
Falls ihr also ein Problem beim kommentieren habt, schickt mir einfach eine Mail und ich werde schauen, was ich tun kann.
